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| Ruellie |
| Botanisch: Ruellia macrantha • Familie: Akanthusgewächse (Acanthaceae) |
- Beschreibung
- Standort
- Anzucht
- Pflege
- Pflanzenschutz
- Hinweise
| Beschreibung |
Die
Ruellie, ein kleiner Busch mit schönen Blättern und
trompetenförmigen Blüten, ist ein tropisches
Gewächs.
Die Ruellie ist bei uns nur selten anzutreffen. Dabei ist sie sehr dekorativ und kann, wenn kein Wintergarten vorhanden ist, auch bei normaler Raumtemperatur gehalten werden. Allerdings blühlt sie dann nur einmal, während sie im feuchtwarmen Klima eines Wintergartens jahrelang jeden Herbst neue Blüten hervorbringt. Die Ruellia graecizans wird bis zu 60 Zentimetern hoch und ist weicher im Wuchs. Die Blätter sitzen gegenüber, sind fingerlang, grün mit dunkleren Nerven, die aber nicht so tief liegen wie bei der R. macrantha. Ihre Blüten sind ebenfalls trompetenförmig, aber lila oder rot mit gelbem Rachen. Während andere Ruellien zur Weihnachtszeit am schönsten blühen, erscheinen bei dieser Art die Blüten zwischen Mai und Oktober. Ruellia colorata hat kräftige, graubraune Stengel und große, dunkelgrüne, mit Buckeln versehene Blätter. Im Herbst und Winter entwickeln sich aus einem rot gefärbten Blütenstand etwa sechs Zentimeter lange, orangefarbene Blüten. Diese Ruellie stammt aus Brasilien, andere Arten aus anderen Teilen Südamerikas. Die schönen Pflanzen verdienen auch bei uns mehr Beachtung. |
| Standort | Die Ruellie braucht das ganze Jahr über viel Licht, viel Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit. |
| Anzucht |
Die
Ruelliensamen kauft man im frühen Frühling. In der Regel
enthalten die Samentütchen eine Mischung verschiedener
Ruellien- und auch Dipteracanthus-Arten.
Streuen Sie den Samen in einem Keimkasten in beste Saaterde aus. Es genügt aber auch ein normaler Topf. Die Erde muss sehr warm (20 bis 22 Grad) und feucht gehalten werden. Sobald die Pflanzen keimen, brauchen sie Licht, keine direkte Sonne. Sie können auch Spitzentriebstecklinge zur Vermehrung verwenden, die beim Zurückschneiden im Frühjahr abfallen. Sie müsssen mindestens ein gut entwickeltes Blattpaar haben. Setzen Sie drei Stecklinge zusammen in einen Topf. Die Erde sollte ebenfalls warm und feucht sein. Stülpen Sie eine mit Löchern versehene Plastiktüte darüber, die nur zum gelegentlichen vorsichtigen Übersprühen entfernt wird. Dann entwickeln sich die neuen Triebe in kurzer Zeit. Wenn die Pflanzen (zu den Herzblättern, die sich zuerst bilden) die ersten richtigen Blätter bekommen haben, werden sie in einzelne Töpfe umgepflanzt und zwar in mit Torfmull gemischte Erde. Auf gute Drainage achten. Ebenso wichtig ist der Luftaustausch. Sie sind empfindlich für Pilz- und Schimmelbefall, der sich häufig in zu feuchtwarmer, stehender Luft bildet. Je nach Wachstumsintensität, die Pflanzen in größere Töpfe setzen. Erst jetzt wird erkennbar, ob es sich um Ruellien oder Dipteracanthus handelt. |
| Pflege |
Wie die
meisten tropischen Pflanzen verträgt die Ruellie keinen Kalk.
Gießen Sie nur mit abgestandenem Wasser, dem Sie pro Liter
eine Messerspitze Zitronensäure zugeben. Gedüngt wird das
ganze Jahr über, im Winter mit schwachen Dosen.
Verwenden Sie beim Umpflanzen normale Blumenerde und sorgen Sie für gute Drainage durch Kies oder Tonscherben, damit das Gießwasser ablaufen kann. Umgetopft wird im Frühling nach der Blüte - junge Pflanzen jedes Jahr, ältere nur alle paar Jahre. Geschnitten wird einige Wochen vor oder nach dem Umtopfen im Frühling, nie gleichzeitig, das überfordert die Pflanzen. |
| Pflanzenschutz | Wenn das Klima stimmt, ist die Ruellie eine kräftige und gesunde Pflanze mit Widerstandsfähigkeit gegen diverse Schädlinge und Krankheiten. Ist die Luft zu trocken, können Spinnmilben zum Problem werden. Ein schwacher Befall lässt sich mit der Wasserbrause (mit lauwarmem Wasser) wegspülen. Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit und gießen Sie regelmäßiger. Im warmen, feuchten Klima eines Wintergartens ist die Frischluftzufuhr sehr wichtig, sonst können Ruellien leicht von Pilzkrankheiten befallen werden. Sorgen Sie für regelmäßigen Luftaustausch. |
| Hinweise | Ruellien werden nicht oft als fertige Pflanzen angeboten. In gut sortierten Samenhandlungen kann man aber Samen bekommen. Er besteht meist aus einer Mischung und man muss abwarten, was dabei herauskommt. |
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