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Bubiköpfchen
Botanisch: Soleirolia soleirolii • Familie: Nesselgewächse (Urticaceae)
Bubiköpfchen

Beschreibung Das Bubiköpfchen ist zwar eine recht bescheidene, kleine Pflanze, wächst aber im Laufe kurzer Zeit zu einer beachtlichen Kugel heran. Mit seinen saftigen Blättern bildet es dichte Polster und Kissen.

Bubiköpfchen sind als Zimmerpflanzen in ihrer schlichten Schönheit sehr gefragt. Ihr zweiter Name "Heimglück" verpflichtet sie schon dazu, schnell und ohne große Probleme zu wachsen - rasches Glück ins Heim zu bringen.

Die kleinen grünen Blätter sind manchmal herzförmig und manchmal auch ganz rund. Sie sind nicht größer als 5-7 mm und sitzen auf kurzen, zarten glasartigen Stengeln. Im Blumentopf werden Bubiköpfchen selten höher als 10-15 cm. Dafür breiten sie sich aus und bekommen als Hängepflanze 30-50 cm lange Triebe. Im Zimmer bekommt die Pflanze selten Blüten, ist aber wegen ihrer grünen Fülle sehr beliebt.

Entdeckt wurde das Bubiköpfchen, die Soleirolia, Anfang des 19. Jahrhunderts von dem Botaniker Joseph Francois Soleirol. Sie wuchs auf dem Boden der subtropischen Bergwälder Korsikas, genoss den kühlen Schatten der großen Bäume und den feuchten, nahrungsreichen Waldboden. Von ihrer Herkunft her sind Bubiköpfchen daher ausgezeichnete bodendeckende Pflanzen für große Kübel oder Beete im Wintergarten. Selbst im nördlichen Europa wurden die kleinen Südländer bald heimisch.

Standort Am liebsten steht das Bubiköpfchen im Halbschatten. Die Temperatur sollte in den Sommermonaten etwa 18-20 Grad, im Winter 15-18 Grad betragen. Die Pflanze darf auf keinen Fall in der prallen Sonne stehen.
Anzucht Wenn man Bubiköpfchen besitzt, dann sollte man sich auch mit der Vermehrung auskennen. Denn gibt es doch einmal Probleme mit der Pflanze, setzt man am besten gleich einige neue an... und das ist einfach und spannend zugleich.

Vermehren kann man das ganze Jahr über. Die besten Resultate erzielt man im Frühjahr und Sommer, wenn das Wachstum am größten ist. Dann benötigt man doch nicht einmal eine Abdeckung aus Glas oder Plastik.

Die neuen, hellgrünen Triebe der Pflanze werden abgeschnitten und sofort in winzige Töpfe gesetzt, wo sie rasch Wurzeln bekommen.

Die Triebe älterer Pflanzen bilden auch auf feuchter Watte Wurzeln. Stellen Sie einen Teller neben die Pflanze, legen Sie den Trieb darauf, klammern Sie ihn mit einer Haarnadel fest. Gut feucht halten. Erst nach Wurzelbildung abtrennen.

Pflege Ein Bubiköpfchen darf man nie von oben begießen, das vertragen die Blätter nicht. Gewöhnen Sie sich von Anfang an daran, Wasser immer in den Unterteller zu füllen. Trotzdem neigen alte Pflanzen dazu, von der Mitte aus zu verkümmern: Die vielen kleinen Blätter machen es dem Licht schwer, bis dahin vorzudringen.

Bubiköpfe dürfen nie austrocknen, müssen immer regelmäßig gegossen werden. Gehören Sie zu den weniger Häuslichen, die ihre Pflanzen nur unregelmäßig pflegen, ist es möglich, dass Sie mit dem Bubiköpfchen im Wintergarten, bei höherer Luftfeuchtigkeit und größerem Erdvorrat, der die Feuchtigkeit aufsaugen kann, mehr Erfolg haben.

Im Sommer kann man bei jedem Geißen etwas Dünger zugeben. Im Winter wird nicht gedüngt.

Das regelmäßige Zurechtstutzen mit der Schere erhält die adrette Kugelform der Pflanze - ist aber nicht dringend notwendig.

Pflanzenschutz Lange Triebe mit wenig Blättern: Entweder steht die Pflanze zu dunkel oder wird zuviel gedüngt. Heller stellen, aber nicht in die pralle Sonne und Dünger reduzieren.

Kein neues Wachstum: Wahrscheinlich kommt kein Wasser an die Wurzeln. Schauen Sie nach, ob die Pflanze richtig eingetopft ist. Sind die Wurzelspitzen weißlich, stellen Sie den Topf einige Stunden in Wasser. Diese Prozedur in Zukunft öfter wiederholen.

Die Pflanzenmitte welkt: Die Triebe in der Mitte bekommen nicht genug Licht, weil zuviel neue da sind. Benutzen Sie die Pflanze zur Stecklingsvermehrung.

Mehliger Belag unter den Blättern: Die neuen Triebe kräuseln sich, unter den Blättern sitzt ein weißer Belag. Nehmen Sie gesunde Triebe als Stecklinge heraus und werfen Sie die restliche Pflanze weg.

Hinweise Beim Kauf eines Bubiköpfchens prüfen Sie, ob der Topf fest am Erdballen sitzt. Wenn die Pflanze erst kurz vorm Kauf umgetopft wurde, ist das Wurzelnetz noch zu klein - sie kann nicht genug Wasser aufsaugen.
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