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Aasblume
Botanisch: Stapelia grandiflora • Familie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadaceae)
Aasblume

Beschreibung Die Pflanzenfamilie, zu der auch die Aasblume gehört, ist recht groß. Fast alle kommen aus Südafrika. Etwa hundert verschiedene Arten findet man dort. Die 'echte' Aasblume ist Stapelia variegata, seit einiger Zeit auch als Orbea variegata gehandelt. Sie wird nur 5 bis 10 cm hoch, bekommt gelbe Blüten mit braunem Muster.

S. grandiflora erkennt man am wollenen Stamm, der 20 bis 30 cm hoch werden kann. Die Blüten sind fast schwarz mitrotem Rand und weißem Haar. Stapelia hirsuta hat ebenfalls einen behaarten Stamm, etwa 20 cm hoch. Die rotgelben Blüten haben rote Streifen und braunrote Haare. Stapelia gigantea hat die größten Blüten: hellgelb mit dünnen roten Linien.

Stapelien haben dekorative Sternblüten, allerdings einen ziemlich abstoßenden Geruch. Für die Pflanze ist dieser "Gestank" allerdings lebensnotwendig: Er lockt Aasfliegen an, die dann die Bestäubung übernehmen.

Die Aasblume gehört zu den Sukkulenten. Das sieht man auf den ersten Blick an den dicken fleischigen Trieben. Diese haben tiefe Furchen und eine Art gesägten Rand. Die Blüten sehen im geschlossenen Zustand wie ein Fünfeck aus. Wenn sie sich öffnen und die einzelnen Zacken zurückschlagen, ist ein prachtvoll gefleckter Stern zu sehen.

Standort Die Pflanze sollte so hell wie möglich stehen, allerdings nicht der grellen Sonne eines Südfensters ausgesetzt sein.

Die Temperatur darf nie unter 10 Grad liegen.

Die Erde sollte leicht und locker sein: Ein Drittel Blumenerde vermischt mit jeweils einem Drittel Kies und Torfmull.

Umgetopft wird jedes Jahr im Frühling.

Anzucht Die beste Zeit zur Vermehrung ist das Frühjahr.

Wird die Pflanze bestäubt, bildet sich nach etwa einem Jahr eine Hülsenfrucht. Sind die Früchte reif, öffnen sie sich an einer Seite. Dann ist der Samen zu sehen, der darauf wartet, dass ihn der Wind in alle Himmelsrichtungen verstreut.

Bei der Vermehrung durch Samen werden die Saatkästen nicht abgedeckt, da es ansonsten zum Auftreten von Pilzerkrankungen kommen kann.

Die Stapelie kann aber auch durch Stecklinge vermehrt werden. Dazu schneiden sie die jüngsten Triebe ab und lassen die Schnittstellen einige Stunden lang abtrocknen. Dann werden sie in eine feuchte Mischung aus Sand und Blumenerde gesteckt.

Pflege Wie alle Sukkulenten braucht auch die Aasblume nur sehr wenig Wasser, so gut wie keinen Dünger und ein lockeres Erdgemisch
Pflanzenschutz Schwarze, faule Stellen am Stamm sind ein Zeichen für Überwässerung. Die Pflanze fault und ist meist nicht mehr zu retten. Haben einzelne Triebe weiche, eingefallene Stellen, können sie sie abschneiden. Zukünftig weniger gießen.

Hängende, schlappe Triebe können ein Hinweis auf Trockenheit sein. Setzen sie den Topf solange in Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Später noch einmal den Untersatz ausleeren.

Rote Spinnen entdeckt man oft erst, wenn es schon zu spät ist. Chemische Mittel helfen hier kaum. Versuchen sie es mit Abduschen der Pflanzen.

Woll- und Schildläuse sprechen auf viele Sprühmittel nicht an. Nehmen sie die Tiere mit einer Pinzette oder Messerspitze ab.

Hinweise Die Aasblume passt sehr gut in einen Wintergarten.

In einer flachen Schale am Zimmerfenster, eventuell mit anderen Kakteen, ist sie ebenfalls sehr hübsch anzusehen.

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