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Veltheimie
Botanischer Name: Veltheimia capensis
  • Beschreibung: Die Veltheimia ist eine robuste Zwiebelpflanze. Ab Weihnachten bis April hat sie viele hübsche, röhrenförmige Blüten, die in einer dichten Traube oben auf einem sehr langen Stengel sitzen.

    Von den wenigen, in Südafrika heimischen Veltheimia-Arten ist nur Veltheimia capensis (= vom Kap) als Topfpflanze bei uns bekannt, wird aber nur selten angeboten. Die Pflanze, wegen ihrer Herkunft auch Kaplilie genannt, ist ein Zwiebelgewächs aus der Lilien-Familie.

    Die Blätter bilden eine Rosette, die leicht bis zu einem Durchmesser von einem halben Meter wachsen kann. Die Blätter sind breit, glänzend dunkelgrün, manchmal gesprenkelt.

    Die röhrenförmigen Blüten sind drei bis vier Zentimeter lang und sitzen gesammelt in einer Traube oben auf einem 40 bis 50 Zentimeter langen Stengel. Die Form des Blütenstandes trug der Pflanze auch den Namen "Winterrakete" ein.

    Am häufigsten kommen Veltheimien mit rosa Blüten vor, doch es gibt auch Sorten mit weißen oder roten Blüten. Der Duft ist schwach.

    Die Gattung weist zwei Arten auf, im Zwiebelhandel werden sie auch synonym verwendet:

    • Veltheimia bracteata
    • Veltheimia capensis
  • Standort: Die Veltheimia braucht sehr viel Licht, aber nicht sehr viel Wärme. Im Winter darf sie nicht wärmer als 12 bis 14 Grad stehen, sonst bilden sich keine Blüten. Nur zwischen dem Eintopfen der Zwiebel und dem Erscheinen der ersten Blätter sollte es etwa 20 Grad warm sein.
  • Anzucht: Die Vermehrung erfolgt durch Brutzwiebeln, die beim Umtopfen im September von der Mutterzwiebel entfernt werden. Die kleinen Seitenzwiebeln werden vorsichtig mit der Hand abgebrochen und in kleine Töpfe in nahrungsreiche Blumenerde gepflanzt. Nach zwei bis drei Jahren ist eine daraus entstehende Pflanze blühfähig.

    Man kann die Veltheimia auch aus Samen züchten, dann dauert es bis zur Blüte aber rund vier Jahre.

  • Pflege: Im September pflanzt man die eiförmigen Zwiebeln. Ein Drittel muss über der Erde zu sehen sein. Nehmen Sie gute Einheitserde, vermischt mit einem Drittel Sand oder Kies. Die Töpfe sollten groß sein, denn die Pflanze hat viel grünes Laub.

    Zuerst werden die Töpfe ca. 20 Grad warm gestellt. Die Erde wird leicht feucht gehalten. Sobald sich die Blätter zeigen, wird mehr gegossen und wie bei anderen Topfpflanzen gedüngt. Dann müssen die Töpfe kühl (12 bis 14 Grad Celslius) und hell stehen. Im Oktober bis November zeigen sich die Blütenknospen. Die volle Blüte dauert von Dezember bis März/April.

    Nach dem Verblühen müssen die Pflanzen kühl und hell und etwas luftig aufgestellt gestellt und regelmäßig gegossen werden, damit die Blätter wachsen können. Die Erde muss immer leicht feucht bleiben. Ab Mai beginnt dann die Ruhepause. Dann werden Veltheimien trocken und möglichst kühl aufbewahrt, bis im September die große Zwiebel geputzt wird. Seitenzwiebeln abgebrochen und alle in frische Erde gepflanzt werden. Ein neuer Jahresrhythmus kann beginnen.

  • Pflanzenschutz: Wenn die Blätter gefleckt sind und welken, kann das an einer Pilzkrankheit liegen. Behandeln Sie die Pflanze mit einem Pilzmittel bei zwei- bis dreimaliger Wiederholung. Kranke Blätter müssen abgenommen und vernichtet werden.

    Wattige kleine Flecken an Blättern und Blütenstengeln kommen von Wolläusen. Sie werden mit einem in Alkohol getauchten Wattebausch betupft und sterben ab. Für die grünen Pflanzenteile können auch verschiedene Insekten-Sprays benutzt werden. Ist die Zwiebel befallen, dürfen Sie nur Alkohol verwenden, den Sie zwischen die Schalen laufen lassen.

    Schimmel an der Zwiebel können Sie vorbeugen, wenn Sie die neuen Seitenzwiebeln vor dem Eintopfen in ein Pilzmittel tauchen. Zwiebeln aus dem Fachhandel sind oft schon mit solchen Mitteln behandelt.

  • Hinweise: Wenn keine starken Fröste mehr zu befürschten sind, können die Pflanzen auch ins Freie. Dort blühen sie länger als im Zimmer.


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Veltheimie Veltheimia capensis Familienname. Foto: Rotational / Wikipedia
Veltheimia bracteata. Foto: Rotational / Wikipedia
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