Wer kennt es nicht: Hair - die Musik - das Lebensgefühl einer Generation. Die Rebellion gegen das Establishment, der Wille, menschliche Werte wie Liebe, Frieden und Freiheit zu leben und zu einem wichtigen Teil des täglichen Lebens zu machen. Haschischduft und Blumenkinder - eine eigene Szene entsteht, die Hippie-Kultur.
Außerhalb der Normen, friedliebend, gut drauf, was Drogen, Sex und wechselnde Beziehungen und das Verhältnis zwischen Schwarz und Weiß betrifft. Auf dem Weg, erwachsen zu werden, bemüht, den konventionellen Regeln der Gesellschaft nicht zu gehorchen - sich jedenfalls nicht von ihnen beherrschen zu lassen - Hair, die langen Haare sind der sichtbare Ausdruck dafür. Als Claude, die Hauptfigur des Musicals, der Einberufungsbefehl erreicht (immerhin führten die USA Krieg in Vietnam), bringen er, sein Freund Berger und der ganze "Tribe", die Freunde, ihre Ablehnung der Gesellschaft lauthals zum Ausdruck.
In Songs und Tanznummern artikulieren sie ihren Unmut, aber auch ihre Träume für das kommende Zeitalter, das das ihre sein wird, Age of Aquarius. Sie diskutieren, streiten, leben und lieben heftig: Berger ist deswegen schon von der Highschool geflogen. Sheila erwartet ein Kind von ihm und streitet für die Gewerkschaften, Hud für Black Power, Woof haben sie aus dem Christlichen Verein Junger Männer herausgeholt (er imitiert Mick Jagger von den Rolling Stones).
Sie und die ganze Gruppe wollen nicht so werden, wie das "Establishment" (die Erfolgreichen und Schönen), aber schließlich folgt Claude doch dem Einberufungsbefehl und tritt seinen Militärdienst an.
1969 wurde Hair für zwei Tony Awards nominiert. Der Siegeszug von Hair hatte seinen Anfang genommen. Hits wie Aquarius, Let the Sunshine in oder Hair sind seither um die Welt gegangen.
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