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Influenza in Deutschland Gefährliches „Brisbane-Virus“ breitet sich aus |
München - 09.01.2009: Deutschland steht am Beginn einer frühen Grippewelle. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut (RKI) erkranken immer mehr Menschen an Influenza – der echten Grippe. In den vergangenen beiden Wochen ist die Zahl der gemeldeten Grippefälle in Deutschland stark angestiegen.+++ Werbung +++ „Wir wissen, dass dieses Virus auch für kleine Kinder sehr gefährlich sein kann. In Australien sind sechs Kinder an den Folgen einer Erkrankung durch diesen Erreger gestorben. Insofern sollten sich nicht nur ältere Menschen und chronisch Kranke schützen – auch bei Kleinkindern und Säuglingen muss eine Infektion verhindert werden“, warnt Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin aus München. Die AGI rechnet mit einer Ausbreitung der Virusgrippe von West nach Ost in den nächsten Wochen – denn vor allem in Westeuropa grassiert die Influenza. Aus Portugal, Spanien, Irland und Großbritannien werden teilweise sehr heftige Grippewellen gemeldet. In Portugal mussten am ersten Wochenende des neuen Jahres mehr als 50.000 Erkrankte in Hospitälern oder Tageskliniken behandelt werden. Da die Zahl der Notfallbetten in den Kliniken nicht ausreicht, werden inzwischen zusätzliche Kapazitäten in Militärhospitälern bereitgestellt. Auch England erlebt den schwersten Ausbruch der Influenza seit neun Jahren. Laut Angaben des europäischen Influenza-Melderegisters (www.eiss.org) handelt es sich bei etwa 80 Prozent aller in Europa untersuchten Influenzaproben um das so genannte „Brisbane-Virus“. Letzte Chance zur ImpfungDa der diesjährige Impfstoff den Impfstamm Influenza A/H3N2/Brisbane/10/2007 enthält, raten Mediziner dringend zur Impfung.„Es ist höchste Zeit sich Impfen zu lassen. Der Impfstoff reagiert sehr gut auf die jetzt zirkulierenden Influenza-Viren. Vor allem in Familien, in denen ältere Personen und Kinder gemeinsam leben, sollten sich die Großeltern unbedingt gegen Grippe impfen lassen, um die Kinder nicht anzustecken“, rät Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, die auch Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI ist. Die STIKO empfiehlt die jährliche Impfung für alle Personen ab 60 Jahren sowie Menschen mit einer chronischen Erkrankung, wie z. B. Diabetes, Asthma oder einer Herzerkrankung. Alle von der STIKO empfohlenen Impfungen werden von den Krankenkassen bezahlt. Daneben erstatten viele Krankenkassen die jährliche Grippeimpfung für alle ihre Versicherten. „Die Grippeimpfung ist sicherlich nicht nur für die klassischen Risikogruppen sinnvoll – auch wenn diese Menschen besonders gefährdet sind. Auch jüngere Menschen sollten sich schützen - insbesondere dann, wenn sie sich z. B. beruflich an Orten mit hohem Publikumsverkehr aufhalten. Und immer mehr Eltern lassen sich und ihre Kinder impfen. Man sollte aber vorher bei der eigenen Kasse nachfragen, ob die Impfung erstattet wird oder nicht“, rät Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach. In Bayern wird die Impfung für alle Altersgruppen erstattet. Quelle: Ärzte im Netz. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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