|
Hintergrundwissen DNA-Studie: Pflanzenhormone aus Soja haben positiven Einfluss auf das Brustkrebsrisiko |
|
Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik
Wien belegen den Zusammenhang zwischen der Frauengesundheit und
pflanzlichen Hormonen, wie sie vor allem in Soja vorkommen.
Mit Hilfe moderner DNA-Analysen zeigen sich positive Effekte wie
Erhöhung der Vitalität und vor allem unterstützender
Schutz der Brust-, Gebärmutter- sowie Knochengesundheit bei
der Anwendung von pflanzlichen Hormonen. Dies kommt vor allem
Frauen in und nach den Wechseljahren zugute.
Sie helfen damit nicht nur bei unerwünschten Begleiterscheinungen der Wechseljahre, sondern unterstützen ernährungsphysiologisch die Gesundheit vor hormonbedingten Risiken. Dies belegt jetzt erstmals eine DNA-Studie der Medizinischen Universitätsklinik Wien, die unter der Leitung von Dr. med. Martin Imhof und PD Dr. Dr. med. Uwe Rohr im Jahr 2006 durchgeführt wurde.
In der Studie wurden insgesamt 14.500 Gene aus menschlichen Brustkrebszellen auf so genannten DNA-Chips mit dem Blut der jeweiligen Frau versetzt. Gemessen wurde die Reaktion der Zellen jeweils mit dem Blut von einer:
Die DNA-Analyse zeigt, dass sich das Hormonprofil postmenopausaler Frauen dem Profil von jüngeren Frauen angleicht, wenn sie regelmäßig Pflanzenhormone zu sich nehmen. Die Wissenschaftler der Universitätsklinik setzen dies in direkten Zusammenhang mit der deutlich wahrnehmbaren Steigerung von Vitalität und einem besseren Lebensgefühl bei den untersuchten Frauen. Der Verzehr der Pflanzenhormone aus Soja kann gleichzeitig zu einer ernährungsspezifischen Aktivierung der Schutzmechanismen und damit zu einer Reduktion unerwünschter Genaktivität in den Körperzellen führen. Durch eine solche angepasste Ernährung kann sogar die Wahrscheinlichkeit von hormonbedingten Erkrankungen im Alter günstig beeinflusst werden. Pflanzliche Hormone aus Soja ? so ein weiteres Ergebnis der DNA-Analyse ? reduzieren auch die Risiken der Hormonersatztherapie. Frauen, die Alsi-ß-Soja einnehmen und sich gleichzeitig einer HRT unterziehen, weisen ein deutlich besseres Hormonprofil auf als Frauen, die nur die HRT anwenden. Vor allem die durch die HRT verursachte erhöhte Aktivität der Gene für die Krebsentstehung wird reduziert, das heißt die möglichen Risiken der Hormonbehandlung und das Risiko, an hormonabhängigen Tumoren zu erkranken. Pflanzenhormone tragen dadurch zum besseren Schutz der Frauen unter HRT bei. Die Erkenntnisse der Mediziner der Universitätsklinik in Wien basieren auf einer bahnbrechenden Entdeckung des schwedischen Forschers Professor Jan-Åke Gustafsson, Präsident des Nobelpreiskomitees. Er fand neben einem bereits bekannten einen zweiten Östrogenrezeptor im weiblichen Körper.
Erst die hormonelle Stimulation beider Rezeptoren führt zu einem gesunden Gleichgewicht im weiblichen Körper und damit zu einem Schutz der Gesundheit von Brust, Gebärmutter, Knochen und Herz-Kreislaufsystem. Pflanzliche Hormone aus Soja stimulieren dabei vor allem den neu entdeckten Beta-Rezeptor, so die Wissenschaftler aus Wien, der Frauen vor überschießenden, also schädlichen Östrogenreaktionen schützt. Weitere Informationen: PD Dr. Dr. med. Uwe Rohr, MED19 Ärztezentrum, Armbrustergasse 1, 1190 Wien, Österreich, Festnetz +43 1 37000-40, Homepage. Zum Weiterlesen
Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
|
|
© 1994 - 2011 Dirk Jasper |














