Special: Advent
Wünsche, die auf keinem Wunschzettel stehen
Wenn Weihnachten naht, nehmen die Wunschzettel der Kinder immer mehr das Format von Wunschlisten an. Und dies, obwohl die meisten aus dem riesigen Angebot an Spielwaren, Sportartikeln und elektronischen Geräten bereits so ziemlich alles besitzen, was Rang und Namen hat und 'in' ist.
Offenbar haben viele der teuren Dinge nur geringen Spielwert, werden bald langweilig und müssen ständig durch Neues ersetzt werden. Dieser schnelle Verbrauch verhindert aber, dass das Kind eine Beziehung zu seinen Spielzeug entwickelt, und fördert eine Ex-und-hopp-Mentalität.


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Wie können aber Elterr diesen unbefriedigenden Kreislauf durchbrechen, ohne dass die Kinder sich gegenüber ihren Freunden zurückgesetzt fühlen? Was sollten sie bei der Geschenkeauswahl beachten? Gibt es überhaupt Spielzeug, das für jedes Kind gleich gut geeignet ist? Oder haben die Kinder vielleicht noch ganz andere Wünsche, die man nicht einfach kaufen kann?

Nach den Erfahrungen mit vielen kleinen Besuchern des "Nestlé Kinderlandes", das unter dem Motto "Kleine Menschen. Große Träume" schon in vielen Städten gastierte, macht es Kindern am meisten Spaß, gemeinsam mit anderen zu spielen oder etwas zi erleben. Ob Theater, Musical, Olympiade, Rate- und Gedächtnisspiele, Geschicklichkeitswettbewerbe oder Mitmachzirkus: Die Kleinen sind mit Begeisterung dabei.

In der Tat steht Spielzeug - anders als auf den Wunschzetteln - bei vielen Kindern gar nicht an erster Stelle. Am meisten wünschen sie sich mehr Zuwendung durch die Eltern oder andere erwachsene Bezugspersonen. Die Erwachsenen sollen ihnen mehr Zeit widmen, statt sie immer wieder abzuwimmeln oder auf später zu vertrösten.

Laut Nestlé sehnen sich nach den Ergebnissen einer Umfrage neun von zehn Kindern im Alter von vier bis elf Jahren vor allem anderen nach "mehr Zusammensein mit den Eltern". Dies sei ihnen viel wichtiger als vor dem Femseher zu sitzen oder alleine zu spielen.

Natürlich ist auch die Beschäftigung mit sinnvollem und altersgerechtem Spielzeug wichtig für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Doch nicht jedes Spielzeug eignet sich für jedes Kind gleich gut. Zunächst sind der individuelle Entwicklungsstand und das Wesen eines Kindes zu bedenken. Ist es eher langsam oder flink, lebhaft oder ruhig, empfindsam oder robust?

Durch nicht altersgemäßes Spielzeug werden Kinder leich überfordert und frustriert, umgekehrt langweilen zu simple Dinge schnell. Spielzeug sollte vor allem die Fantasie anregen, indem es dem Kind viele Möglichkeiten zum aktiver Spiel bietet.

Mechanik und Funktion müssen besonders für Kleinkinder unkompliziert und verständlich sein, Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit dem Spielzweck angemessen. Wichtig sind ebenfalls größtmögliche Sicherheit und ästhetische Qualität, d. h. Material, Verarbeitung Form und Farbe.

Viele Eltern schenken mit Vorliebe Dinge, die sie selbst als Kind besaßen oder gerne gehabt hätten. Hier besteht das Risiko, dass an den Kindern "vorbeigeschenkt" wird. Außerdem sind Erwachsene häufig von drolligem oder technisch raffiniertem Spielzeug fasziniert. Kinder wollen aber unverzerrte Abbilder der Realität und unkomplizierte Dinge, mit denen sie hantieren können.

Bliebe noch die Kostenfrage. Gutes Spielzeug gibt es fast in jeder Preislage. Für Unentbehrliches mit voraussichtlich jahrelanger Nutzung lohnt sich ein hoher Preis durchaus, sparen lässt sich indes an der Menge. Wenige, dafür aber vielseitige Spielsachen sind sinnvoller als eine Fülle von zusammengewürfelten, langweiligen Dingen.

Wenn an Weihnachten die allgemeine Hektik vorüber und Zeit für Besinnung und Muße ist, wünschen sich Kinder mehr als alles andere die Gemeinschaft mit den Eltern und Geschwistern. Vielleicht ist sogar für die Kinder das gemeinsame Spiel das schönste Geschenk - nicht nur an Weihnachten.


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Quelle: Nestlé © 1994 - 2009 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken