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Wenn
die Tage lang und länger werden, ist sie wieder da: die
wunderbare Zeit der Märchen und Legenden. Während die
Erinnerung an den Heiligen Nikolaus liebevoll gefeiert wird, ist
das Geheimnis um die Figur der Heiligen Barbara so manchem noch
unbekannt. Dabei verbindet sich mit der Heiligen Barbara ein
wunderbarer Brauch - die Barbarazweige.
"Am Tage von Sankt Barbara
stell' Zweige in die Zimmer! Dann lacht zur Weihnacht, hier und da,
ein weißer Blütenschimmer." So beschreibt der Dichter
James Krüss das winterliche Phänomen.
Die Legende von der
Heiligen Barbara
Der Legende nach lebte Barbara
zwischen 290 und 306 nach unserer Zeitrechnung in Nikomedia in der
Nähe der heutigen Stadt Istanbul. Sie war die Tochter eines
wohlhabenden Kaufmanns, war ungewöhnlich schön und
überall wurde ihre Klugheit gelobt. Die reichsten und
bestaussehendsten Jüngline warben um sie.
Doch sie wehrte sich gegen ein
Leben in der reichen dekadenten Gesellschaft der damaligen Zeit.
Sie lernte die christliche Religion kennen und hielt Kontakt zu
einer kleinen Gruppe von Christen, die aus Angst vor der Verfolgung
durch die Truppen des Kaisers Decius im Verborgenen lebten. Als
Barbara die christliche Religion kennen lernte, wechselte
sie gegen den Willen ihres Vaters zum Christentum
über.
Barbaras Vater, ein (nach
christlichem Selbstverständnis) 'Heide', der seine Tochter
über alles liebte, war entsetzt und versuchte alles, um sie
vom Christentum loszureißen, was ihm aber nicht gelang. Er
ließ sogar einen Turm errichten und Barbara darin
einsperren, doch sie blieb unbeeindruckt. Aus Enttäuschung und
Wut über ihren Starrsinn denunzierte er sie persönlich
beim Statthalter, der Barbara wegen ihrer Zugehörigkeit
zu den Christen gefangen nehmen ließ und sie in den Kerker
warf.
Auf dem Weg dorthin verfing sich
ein Kirschzweig in ihrem Kleid. Barbara nahm ihn mit in ihre
Zelle, stellte ihn in einen Krug und teilte mit ihm im Kerker die
kärgliche Wasserration. Und dann geschah das große
Wunder: An dem Tag, an dem Barbara zum Tode durch Enthaupten
verurteilt wurde, blühte der Zweig auf.
"Du schienst wie tot", sagte
Barbara zu dem Zweig. "Aber du bist aufgeblüht zu
schönerem Leben. So wird es auch mein Tod der Anfang eines
neuen, ewigen Lebens sein."
Die Legenden erzählen,
Barbara sei schwer misshandelt, nackt durch die Stadt
getrieben und ihr Körper mit brennenden Fackeln angesengt
worden. Doch alle Folterungen konnten Barbara nicht dazu
bringen, ihren Glauben aufzugeben. Im Jahre 306, mit 16 Jahren,
endete ihr Leidensweg. Barbaras eigener Vater enthauptete
sie mit dem Schwert.
Die Heilige Barbara wird
meist dargestellt in vornehmer Kleidung. Oft ist ein
(drei-fenstriger) Turm im Hintergrund zu sehen. Ihre weiteren
Attribute sind Schwert und Fackel. Barbara ist
Schutzpatronin der Bauarbeiter und Architekten, der Gefangenen und
der Mädchen. Sie zählt auch zu den 14 Nothelfern und wird
für eine gute Sterbestunde angerufen.
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Holen auch Sie sich diesen
winterlichen Blütenzauber ins Haus! Kirsch-, Forsythien-,
Apfel-, Quitten- oder Mandelzweige sind am dekorativsten. In der
Wärme des Zimmers treiben die Knospen. Statt dieser Zweige
können Sie auch Zwetschken-, Holunder- oder Rotdorn-Zweige
nehmen. Vergessen Sie aber nicht, alle drei Tage frisches Wasser in
die Vase zu füllen!
Damit die Zweige bis zur Blüte
nicht ganz so kahl aussehen, können Sie diese mit grünem
Reisig, Zierpaprika oder einem Hagebuttenzweig und etwas
Weihnachtsschmuck dekorieren. Um Weihnachten brechen dann die
Blüten hervor. Sie sind ein Symbol für die Geburt Christi
und werden als ein gutes Zeichen für die Zukunft
gewertet.
Feiern Sie den Barbara-Tag
dann am 4. Dezember mit lieben Gäste bei Kaffeesternen und Wiener
Kaffee-Merinken und genießen Sie die adventliche
Vorfreude auf die Blütenpracht in der Christnacht!
Und noch ein Tipp: Sie wissen nicht,
welche/r Verehrer/in die richtige Wahl ist? Brautschau à la
Barbara - für jeden Kandidaten jeweils einen Zweig in
eine Vase stellen. Die Namen der Bewerber auf ein Kärtchen
schreiben und an die Zweige hängen. Und dann gespannt
beobachten, an wessen Zweige die Knospen zuerst aufblühen
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