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Special: Weihnachten Weihnachtszeit - Zeit der Sonnenwendfeste |
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Vorläufer unseres christlichen Weihnachtsfestes waren
die in vielen Teilen des vorchristlichen Europas gefeierten Feste
zur Wintersonnenwende. Mit Dankopfern und ausgelassenen Tanz- und
Trinkgelagen feierte man die nach langer Dunkelheit wieder
länger und heller werdenden Tage. Mit der Nacht zum 25.
Dezember begannen die zwölf Raunächte, im
Mittelhochdeutschen "ze den wihen nahten" genannt. Hierin ist der
Ursprung des Wortes Weihnachten zu suchen.
Infolge der Christianisierung vermischte sich heidnisches mit christlichem Brauchtum, an die Stelle des Begrüßungsrituals für den Sonnengott trat das Fest zur Geburt von Gottes Sohn. Das Geburtsdatum Christ war allerdings nicht genau bekannt; neben dem 25. und 26. Dezember nahm man den 6. Januar als Geburtstag an. Erst im Jahre 354 setzte die Römische Kirche den 25. Dezember fest und seit dem 6. Jahrhundert wird die Christmette in dieser Nacht gefeiert. Auch fast 2.000 Jahre später sind hinter christlichen Festtagen noch einige der ursprünglichen Wendefeste mit ihren Übergangsritualen, Zauber-, Opfer- und Orakelbräuchen erkennbar. Den Anfang macht der Martinstag am 11. November, in vorchristlicher Zeit Tag der Wende von Sommer zum Winter. Die Christen verehren an diesem Tag den Schutzheiligen und Wohltäter Sankt Martin, der nach der Legende seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Martinus von Tours, Gründer des ersten Mönchsklosters in Gallien und späterer Bischof von Tours, soll an einem 11. November um das Jahr 400 beigesetzt worden sein. Einige Martini-Bräuche erinnern noch an das heidnische Wendefest - zum Beispiel die Laternenumzüge der Kinder am Martinstag, ursprünglich wohl ein Bittgang für die baldige Rückkehr des lichtreichen Sommers. Der Heiligen Barbara, unter anderem Schutzpatronin der Bergleute und der Artilleristen, huldigen die katholischen Christen jeweils am 4. Dezember, auch dies ein früheres Wendedatum. Barbara wurde nach der Legende in Nikomedien, in der Nähe der heutigen Stadt Istanbul, wegen ihres christlichen Glaubens auf Befehl ihres Vaters enthauptet. Seit alters her ist es Brauch, am 4. Dezember frisch geschnittene Zweige - vorzugsweise von Kirschbäumen - in Wasser zu stellen, um pünktlich zu Weihnachten deren Blütenpracht bewundern zu können. Kulturgeschichtlich gesehen handelt es sich bei den Bräuchen rund um die Kirschzweige um Orakelrituale, verbunden mit einem Fruchtbarkeitszauber. Bei üppigem Blühen der Zweige hoffte man früher auf eine gute Obsternte, aber auch auf "blühende" Liebe. Sankt Nikolaus ist zweifellos der volkstümlichste Heilige der Weihnachtszeit. Dem Bischof von Myra in Kleinasien, der an einem 6. Dezember im 4. Jahrhundert gestorben ist, sagt man zahllose gute Taten und sogar Wunder nach. So soll er einmal drei armen Jungfräulein einen Beutel voll Goldstücke als Mitgift durch den Kamin geworfen haben. Eine andere Version der Legende besagt, dass das Gold geradewegs in die zum Trocknen am Kamin aufgehängten Strümpfe der Mädchen gefallen sei. Noch heute finden deshalb englische, französische, holländische und us-amerikanische Kinder am Weihnachtsmorgen ihre Geschenke in Strümpfen oder Schuhen am Kamin. Auch der Luzientag am 13. Dezember gilt als Termin der Wintersonnenwende aus der Zeit vor der gregorianischen Kalenderreform des 16. Jahrhunderts. In der katholischen Kirche feierte man an diesem Tag das Fest der Heiligen Luzia, die um 300 n.u.Z. als mildtätige Jungfrau in Sizilien gelebt haben soll. Bis zur Einführung des Gregorianischen Kalenders war der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres und hatte die Bedeutung eines Neujahrstages, verbunden mit vielerlei Los- und Orakelbräuchen. Noch heute weckt in Schweden die älteste Tochter des Hauses als Luzia im weißen Kleid die weiteren Familienmitglieder und serviert ihnen das Frühstück ans Bett. Auf dem Kopf trägt sie dabei einen grünen, mit brennenden Kerzen besteckten Kranz als Symbol des Lichts. Weitere wichtige Wendefeste im Weihnachtszyklus sind das Weihnachtsfest selbst als Geburtstag Christ und zugleich Zeitenwende, die Jahreswende von Silvester zu Neujahr, Epiphania am 6. Januar als Zeitenwende, Geburts- und Tauffest Jesu und als Dreikönigstag, sowie Maria Lichtmess am 2. Februar als Ende des Weihnachtszyklus' und endgültiger Sieg des Lichtes über die Finsternis. Special 'Weihnachten'
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