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Lifestyle
Was ist Cheerleading?
Was wäre ein Footballspiel ohne die attraktiven Cheerleader? Bei diesem harten Männersport schaffen sie heute durch Akrobatik, Tänze und Pyramiden eine unterhaltende Atmosphäre. Cheerleading ist eine typische US-Variante der Publikumsanimation. Die Wurzeln dieser Unterhaltungsshow, die das Interesse des Publikums durch ihr Jubeln steuert, liegen schon einige Zeit zurück; mittlerweile über hundert Jahre!
Die Sportart Cheerleading ergab sich aus der Vermischung der tänzerischen Elemente aus Jazz-Dance, Aerobic sowie der Kraft und Glenkigkeit für die Akrobatik bei Partnerstunts und den Pyramiden. Hinzu kommt die Fähigkeit, das Team durch Sprechchöre und Anfeuerungsrufe zu unterstützen. Die Koordinatition von Rhythmusgefühl, Gleichgewichtssinn und Kondition ist dabei sehr wichtig.

Cheerleading im ursprünglichen Sinn bedeutete jedoch nicht etwa, den Zuschauern nur durch tänzerische oder akrobatische Einlagen die sportlichen Pausen während des Spiels zu verkürzen, sondern die individuellen Anfeuerungsrufe der Fans zu einem gewaltigen Schlachtruf zu koordinieren, der den Gegner "vor Schreck erstarren" lassen sollte. Das Wort Cheerleading setzt sich deshalb aus "cheer" (Begeisterung, Beifall, Stimmung) und "leading" (anleiten, koordinieren) zusammen, was die Funktion eines Cheerleaders in seiner ursprünglichen Form genau beschreibt.

1897 trafen sich ein paar junge Männer, um ihr Footballteam zu motivieren, wenn es Zeichen von Ermüdung zeigte. Eben dies gilt als die Geburtsstunde des Cheerleading. Erst um 1920 fingen Frauen an, als Cheerleader die Footballspieler bei den Spielen anzufeuern. Auch heute noch ist Cheerleading keine reine Frauensportart, denn neben den Damensquads gibt es sogenannte Mixed Squads, in denen Männer und Frauen spektakuläre Pyramiden ausführen.

Von dem ausschließlichen Rufen von Cheers (Anfeuerungsrufe) und Chants (Sprechgesang) entwickelte sich dieser Sport zu einer leistungsorientierten Mischsportart. In das Programm der Cheerleaderteams flossen im Laufe der Jahre verschiedene Elemente aus Bodenturnen, Aerobic, Tanz und Pyramiden ein.

In den letzten Jahren hat sich die Cheerleader-Bewegung auch in Deutschland zu einer interessanten Sportart entwickelt. Um die deutschen Cheerleader mehr und mehr an den Standard der US-Teams heranzuführen, werden regelmäßig sogenannte Camps abgehalten. Hier wird unter Anleitung professioneller Trainer intensiv geprobt, getanzt und gelernt. Die Programme gewinnen deshalb inzwischen an Qualität und bestehen aus einer guten Mischung aus Tanz, Akrobatik und Entertainment.

Mittlerweile gibt es allein in Deutschland mehrere tausend Cheerleader, die Mitglieder in weit über 200 Squads sind. Die beiden Erstplazierten der jährlich stattfindenden Landesmeisterschaften erhalten die Berechtigung zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften. Die Cheerleader, die noch Mitte der 90er Jahre als Pompon wedelnde Hupfdohlen tituliert wurden, kämpfen inzwischen hart um die Anerkennung ihrer Sportart als Leistungssport.

Um gute Leistungen zu erbringen wird im Durchschnitt dreimal pro Woche trainiert. Eine Mannschaft wird während der Saison von den Cheerleadern zu jedem Auftritt begleitet. Auftritte bei Veranstaltungen und Beteiligung an Schulprojekten gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich. Am Ende der Footballsaison steht erneut hartes, manchmal auch zusätzliches Training an, um sich so intensiv wie möglich auf die jeweiligen Meisterschaften vorzubereiten.

Bei diesem Pensum bleibt oft nicht viel Freizeit, die man mit Freunden verbringen kann. Doch vom Cheerfieber erst mal richtig gepackt, ist es schwer davon loszukommen. Manche halten jedoch nicht durch und geben wieder auf. Denn so hart hatte man sich das dann doch nicht vorgestellt.

Einen durchaus interessanten Einblick in die Atmosphäre des Cheerleading bietet der Film Girls United, der auch in Deutschland zu einem großen Erfolg wurde.


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