| Produktwissen 'Sekundäre Pflanzenstoffe' |
Die Pflanze bildet diese Stoffe, um sich vor Feinden in der Natur (Insekten, Bakterien, Pilze) zu schützen. Mit Hilfe dieser Stoffe lockt sie andererseits auch Nützlinge an, um ihr Überleben zu sichern. Als sekundär werden diese Pflanzeninhaltsstoffe bezeichnet, weil sie im pflanzlichen Stoffwechsel erst an zweiter Stelle, nach den Hauptnährstoffen, gebildet werden (sekundärer Stoffwechsel).
Sekundäre Pflanzenstoffe kommen in den Pflanzen nur in geringen Konzentrationen vor. Insgesamt hat man bisher 30.000 verschiedene Verbindungen dieser Stoffklasse ausfindig gemacht. Mit der Nahrung nehmen wir ungefähr 5.000 bis 10.000 davon auf, die mengenmässig ca. 1,5 g am Tag ausmachen.
Erst zu Beginn der 90er Jahre entdeckten Wissenschaftler die Nützlichkeit der sekundären Pflanzenstoffe für den menschlichen Organismus. Vor dieser Zeit herrschte noch die Meinung vor, diese Stoffe seien schädlich bzw. giftig.
Stoffgruppen der sekundären Pflanzenstoffe Nach ihrer chemischen Struktur und ihren funktionellen Eigenschaften lassen sich insgesamt 10 Stoffgruppen unterscheiden. In Obst und Gemüse sind die nachfolgend genannten am wichtigsten:- Karotinoide
- Polyphenole
- Glucosinolate
- Monoterpene
- Sulfide
- Protease-Inhibitoren
- Phytosterine
- Phytoöstrogene
- Lektine
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