|
Warenkunde 'Birnen' Birnen ... der pure Genuss |
|
Birnen - nach den Äpfeln die zweite bedeutende Kernobstart
hierzulande - gibt es ebenfalls in einer Vielzahl von Sorten. Auf
der ganzen Welt zählt man heute rund 1.500 Birnensorten. Sie
unterscheiden sich u. a. in Schale, Saftgehalt,
Fruchtfleischkonsistenz und Aroma.
Birnen kommen in der Regel nicht genussreif, sondern pflückreif auf den Markt, d. h. sie müssen im Haushalt noch nachreifen. So bleibt der Anteil heimischer Birnen am gesamten Kernobstgeschäft stets begrenzt, da die Zeit der Genussreife relativ kurz ist und Birnen, im Gegensatz zu den Äpfeln, nur eingeschränkt lagerfähig sind. Die einzige Ausnahme sind die spät reifenden Wintersorten, die bis in den Sommer hinein gelagert werden können. Für die Geschmacksausbildung ist der richtige Erntezeitpunkt bei vielen Birnensorten noch wichtiger als bei einer Reihe von Apfelsorten. Der Geschmack wird bestimmt von der Beschaffenheit des Fruchtfleisches, dem Saftgehalt, dem Verhältnis zwischen Zucker und Säure sowie den Gehalt an Würzstoffen. Im Vergleich zum Apfel ist der Säuregehalt der Birnen niedriger, deshalb schmecken sie bei gleichem Zuckergehalt süßer als Äpfeln. Neben den Essbirnen gibt es übrigens noch die kleinen, harten Kochbirnen, die z. B. im Birnen-Bohnen-Speck-Eintopf zu Ehren kommen. Wie fast alle Kernobstfrüchte lassen sich Birnen äußerst vielseitig verwenden. Ihr zartes Aroma passt zu den unterschiedlichsten Gerichten der süßen, aber auch der herzhaften Küche. Wohl jeder kennt die halben Birnen, gefüllt mit Preiselbeeren, als klassische Garnitur für Fleisch- und Wildgerichte. Die saftigen Birnen mit ihrem süß-aromatischen Geschmack sind vor allem als Tafelfrüchte begehrt, eignen sich aber auch vorzüglich zum Einmachen, für köstliche Gelees und Konfitüren ebenso wie für leckere Kuchen und Torten. Eingelegt in Sirup oder mit Zimtstangen zu Birnenmus verarbeitet, bilden sie eine herrliche Beilage zu süßen Pfannkuchen oder Milchreis. Aber auch mit herzhaften Wild- oder Käsegerichten harmonieren sie hervorragend. Doch Hobby- und Profiköche wissen natürlich, dass sich aus diesen Früchten noch weit raffiniertere Genüsse zaubern lassen - zum Beispiel ein pikantes Birnen-Chutney, ein Birnen-Sorbet oder ein Birnen-Dattel-Strudel. Ein wenig verwirrend, aber zugleich reizvoll ist auch die große Sortenvielfalt. Die unterschiedlichen Züchtungen zeigen sich in Geschmack, Farbe, Festigkeit, Reifezeit und Verwendungsmöglichkeit sehr variantenreich. Hierzulande sind vor allem die folgenden Sorten vertreten:
Interessante Rezepte:
|
|
|
ThemenChannel CyberKoch von Familie-im-Web © 1994 - 2011 Dirk Jasper |

