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Warenkunde 'Bohnen'
Bohnen - mehr als nur Eintopf
Unter Hülsenfrüchten versteht man die Samen der Schmetterlingsblütler, die in Fruchthüllen oder Schoten heranreifen. Ihre klassischen Vertreter sind Erbsen, Bohnen und Linsen. In Form von deftigen Eintöpfen oder Suppen waren sie früher ein typisches Samstagsgericht und galten als eher schwer verdaulich.
Heute lässt man sich kulinarisch weit mehr einfallen. Ein feiner Linsensalat oder ein pikant abgeschmecktes Bohnen-Moussaka erfreut jeden Feinschmecker.

Aber nicht nur wegen ihres Geschmacks, sondern auch wegen ihrer ernährungsphysiologischen Bedeutung sollten Hülsenfrüchte einen festen Platz auf unserem Speisezettel erhalten.

Sie sind hochwertige Eiweißlieferanten, enthalten wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Eisen und Vitamine, vor allem A, B1 und B2, sowie reichlich Ballaststoffe.

Da der aufgeklärte Verbraucher inzwischen weiß, wie wichtig gerade Ballaststoffe für eine gesunde und ausgewogene Ernährung sind, steigen die Hülsenfrüchte - einst als ?Arme-Leute-Essen" verschmäht - wieder erheblich in seiner Gunst.

Besonders beliebt wegen ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten für Gemüsegerichte, Eintöpfe, Suppen und Salate sind die Bohnen. Sie zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit, werden praktisch weltweit angebaut und gehören im afrikanischen und asiatischen Raum nach wie vor zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln.

Hierzulande unterscheiden wir hauptsächlich die niedrig wachsenden Buschbohnen und die Stangenbohnen oder Kletterbohnen, die Prunkbohne oder Feuerbohne (bei den hiesigen Gartenfreunden eher als Zierpflanze bewundert) sowie die Dicken Bohnen.

Die Dicken Bohnen, auch Puffbohnen, Saubohnen oder Pferdebohnen genannt, sind vor allem im rheinisch-westfälischen Raum eine geschätzte Spezialität.

Die Vielfalt der großen Bohnenfamilie zeigt sich auch in den Hülsenformen und Hülsenfarben: Von rund, oval, flach und breit über gelb-, grün- und blauhülsig ist alles vertreten.

Buschbohnen und Stangenbohnen aus heimischem Anbau kommen von Juli bis Ende September frisch auf den Markt, aus dem Unterglas- und Folienanbau auch schon im Frühjahr. Als Konserve und tiefgefroren sind sie natürlich rund ums Jahr erhältlich.

Die fleischigen Buschbohnen werden gern als Brechbohnen, die schlanken Stangenbohnen als Schnittbohnen oder Schnibbelbohnen für Eintöpfe, und die Wachsbohnen (so genannt wegen ihrer Farbe - gelb wie Bienenwachs) in Salaten verwendet.

Die edelsten Abkömmlinge sind die Prinzessbohnen oder Delikatessbohnen, ideale Begleiter für ein festliches Mahl.

Die meisten Bohnensorten sind inzwischen ?fadenlos" und damit bequem zu handhaben.


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Quelle: CMA. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Bohnen. Foto: CMA
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Bohnen. Foto: CMA
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