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Warenkunde 'Chicorée' Chicorée - vom Keller auf den Teller |
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Obwohl Chicorée seit einigen
Jahrzehnten auch in deutschen Landen angebaut wird, muss
zunächst an Herrn Brézier, einst Obergärtner des
Botanischen Gartens in Brüssel, erinnert werden. Denn er ist
der Entdecker dieses aromatischen Herbst- und Wintergemüses,
das zu den wenigen zählt, dessen Ursprung nicht bis in die
Antike zurückreicht.
Angebaut wird er so: Die Zichorie wird im Freiland kultiviert, bis sie ausreichend Blatt- und Wurzelmasse entwickelt hat. Nach dem Abschneiden der Blätter werden die Wurzeln gerodet und in heizbare Treibräume gebracht, wo sie gegen Lichteinfall geschützt sind. So wachsen die Chicorée-Sprossen heran. In den abgeschirmten Räumen bleiben die Sprossen weiß bis goldgelb und geschlossen. Sie werden bis zu 20 cm lang und 5 cm breit und wiegen zwischen 100 und 150 Gramm. Chicorée ist ernährungsphysiologisch ein sehr wertvolles Gemüse, arm an Kalorien und dazu ein wichtiger Vitaminspender in den Wintermonaten. Allerdings muss man den typisch herb-würzigen Geschmack mögen, um die Sprossen als Salat oder Gemüse zu genießen. Bei der Zubereitung werden die äußeren Blätter - falls nötig - entfernt. Den leicht bitteren Strunk kann man keilförmig herausschneiden. Bei den heutigen Sorten ist das aber nicht unbedingt erforderlich, weil sie kaum noch Bitterstoffe enthalten. Dann werden die Sprossen vom Wurzelende bis zur Spitze in Ringe oder Streifen geschnitten. Man kann auch die ganzen Blätter - ähnlich wie bei Artischocken -in Dips tauchen und verzehren. Chicorée verträgt sich hervorragend mit süßen Früchten wie Bananen, Ananas, Mandarinen, Melonen, Weintrauben und Rosinen. Mischsalaten gibt er eine delikat-pikante Note. Als Gemüse kann man Chicorée in etwas Butter dünsten oder in Salzwasser mit Zitronensaft garen. Eine besonders schmackhafte Kombination ist Chicorée mit Käsesauce. Zum Weiterlesen
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