Warenkunde 'Eier'
Rund um das Ei
Eier sind ein wichtiger Bestandteil unserer Küche. Eier sind nicht nur vielseitig verwendbar, sie sind auch die Grundlage für eine gesunde Ernährung, denn Eier sind die Grundlage für unzählige locker-leichte Speisen und Getränke rund um die Uhr.


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Nicht nur Ostern ist Eierzeit! Nicht nur dann spielen sie die Hauptrolle, sondern auch als kleine Helfer beim Backen, als Bindemittel in der raffinierten Bratensoße, im herzhaft belegten Omelett zum Brunch oder als klassisch buntes Ei im Nest. Wenn man einige Tipps beachtet, ist der Umgang mit Eiern ganz leicht.

Mit Eiern zaubert man vorzügliche Mittagsgerichte und verlockende Süßspeisen. Eier ergeben im Handumdrehen ein pikantes Abendessen. Und sie sind die raffinierte Basis für viele Mitternachts-Drinks, darüber hinaus ein unentbehrliches Hilfsmittel zum Verfeinern, Eindicken und Klären beim Kochen und Backen.

Wer fit und leistungsfähig bleiben will, braucht eine ausgewogene Ernährung: die richtige Mischung aus Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, die unser Körper täglich braucht, und nur soviel Energiezufuhr, wie unser Körper täglich verbraucht. Eier enthalten viele lebenswichtige Stoffe und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur gesunden Fitnesskost.

An erster Stelle steht der hohe Gehalt an wertvollem Eiweiß (Protein), ohne das kein Leben möglich ist. Eiweiß ist ein zentraler Baustein jeder Körperzelle. Es enthält alle lebensnotwendigen Aminosäuren, die unser Organismus braucht, aber der Körper selbst nicht herstellen kann. Und da der Organismus seinen Bestand an Eiweiß ständig erneuert, müssen wir täglich Eiweiß mit der Nahrung aufnehmen.

Neben dem hohen Eiweißgehalt bieten uns Eier auch Vitamine und Mineralstoffe. Diese wertvollen Energielieferanten sind aber nicht gleichmäßig auf Eiklar und Eidotter verteilt. Zum Beispiel besteht das Eiklar zu 7/8 aus Wasser. Es enthält Mineralstoffe und eine kleine Menge an Eiweiß. Das Eigelb dagegen ist reich an Eiweiß sowie an Vitaminen und Mineralstoffen. Unser Organismus kann all diese hochwertigen und konzentrierten Nährstoffe leicht verdauen und zu 95 Prozent verwerten.

Das steht auf dem Eierkarton: Eier der Güteklasse "A" bzw. "frisch" werden im Handel in vier verschiedenen Gewichtsklassen angeboten, nämlich in S (klein, unter 53 g), M (mittel, 53 g bis unter 63 g), L (groß, 63 g bis unter 73 g) und XL (sehr groß, 73 g und darüber).

Sowohl die regionale Kennzeichnung - wie etwa Eier aus Sachsen - als auch das CMA-Gütezeichen geben Hinweis auf die regionale bzw. deutsche Erzeugung. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Eierkarton zeigt an, bis wann sich die Eier halten und roh verzehrt werden können. Danach können sie ohne Bedenken durcherhitzt (ab 70 Grad) - etwa zum Kochen und Backen - weiterhin genossen werden, da es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum nicht um ein Verfallsdatum handelt.

Wenn beim Backen und Kochen oder nach dem Ausblasen der Eier an Ostern etwas übrig bleibt, können sowohl Eimasse als auch getrenntes Eigelb bzw. Eiklar problemlos eingefroren und wieder aufgetaut werden. Im Kühlschrank kann frisches Eigelb bis zu zwei Wochen aufgewahrt werden, wenn es mit einer Schicht Öl bedeckt wird. Dann kann es wie gewünscht weiter verarbeitet werden.

Übrigens können Sie die Ei-Frische leicht selbst überprüfen. Beim Schwimmtest wird das Ei in ein Glas mit klarem Wasser gelegt. Sehr frische Eier bleiben am Boden liegen, wenige Tage alte Eier stellen sich mit dem abgeflachten Ende leicht nach oben. Steht das Eifast senkrecht, ist es zwei bis drei Wochen alt. Und überalterte Eier (älter als 28 Tage) schwimmen oben, da sich die Luftkammer vergrößert hat.

Frische Eier haben, wie andere leicht verderblichen Lebensmittel auch, nichts in der prallen Sonne zu suchen. Deshalb sollten Sie Eier nach dem Kauf nicht längere Zeit im überhitzen Auto aufbewahren. Extreme Temperaturschwankungen von kalt auf warm und umgekehrt beeinträchtigen den natürlichen Selbstschutz des Eies, verschlechtern die Qualität und beschleunigen den Alterungsprozess.

Frische Eier sollen bis zum Verzehr immer kühl und ohne Temperaturschwankungen transportiert bzw. gelagert werden. Der richtige Aufbewahrungsort bis zum Verzehr ist deshalb der Kühlschrank, am besten in der Eierbox, d. h. getrennt von anderen Lebensmitteln. Das gilt auch für mit rohen Eier zubereitete Speisen wie etwa Mayonnaise, Soßen und Süßspeisen, die noch am selben Tag verzehrt werden sollten.

Beim Lagern sollte die Luftkammer, also das stumpfe Ende des Eies - nach oben zeigen. Denn liegt sie unten, drängt die Luft nach oben und kann unter Umständen die innere Haut von der Schale lösen, was das Ei besonders empfänglich für Keime oder Gerüche macht.


Woher kommt das Ei?
Besonders zur Osterzeit werden reichlich Eier gekauft und verarbeitet. Viele Verbraucher möchten wissen, woher ihr Ei kommt. Ein Blick auf die aufgedruckte Buchstaben-Zahlenkombination reicht, um sich Klarheit zu verschaffen und Informationen zu Herkunft und Haltungsform zu bekommen.

Die erste Ziffer gibt Aufschluss über das Haltungssystem, aus dem das Ei stammt:

  • Ziffer 0 für ökologische Erzeugung
  • Ziffer 1 für Freilandhaltung
  • Ziffer 2 für Bodenhaltung
  • Ziffer 3 für Käfighaltung
Das darauf folgende Länderkennzeichen informiert über das Herkunftsland des Eies:
  • Steht dort z. B. ein DE, so handelt es sich um Eier aus Deutschland
  • bei NL stammen die Eier aus den Niederlanden
  • bei FR aus Frankreich
Die nach dem Länderkennzeichen folgenden Nummern dienen der Identifizierung des Betriebes und somit der Rückverfolgbarkeit der Eier bis in den Legehennenstall.

Bereits im Oktober 2002 führten die deutschen Eierproduzenten auf freiwilliger Basis diese offene und eindeutige Kennzeichnung mit der Angabe von Haltungsform und Herkunft direkt auf dem Ei ein. Zum 1. Januar 2004 trat dann die gesetzliche Regelung zur EU-einheitlichen und offenen Eierkennzeichnung in punkto "Art der Legehennenhaltung" und "Herkunft des Eies" in Kraft.


Zum Weiterlesen
Bunte Eier. Foto: CMA

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