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Warenkunde 'Feldsalat'
Rapunzel trotzt der Kälte
Feldsalat ist unter vielen Namen bekannt: Ackersalat oder Ackerlattich (dort wuchs er früher als Wildpflanze), Schafmaul, Rebkresse oder Rapunzel. Mancherorts nennt man ihn Mäuseöhrchen (wegen seiner Blattform), in der Schweiz heißt er Nüssli-, in Österreich Vogerlsalat.
Die vielen Namen sind auch ein Indiz dafür, dass sich Rapunzel regional und überregional großer Beliebtheit erfreut.

Die Pflanze zählt zu den Baldriangewächsen, wird bis zu 20 cm hoch und bildet aus fünf bis höchstens 20 Blättchen kleine Rosetten. Die Sorten unterscheiden sich nach ihrer Blattfarbe und Blattform, die rund, länglich, spatelförmig, lanzettförmig, stumpf oder spitz sein kann.

Die hellgrüne Variante zeichnet sich durch größere Rosetten und breite Blätter aus und ist besonders schnellwüchsig. Die dunkelgrüne Schwester mit kleineren Rosetten lässt sich mehr Zeit, schmeckt dafür aber besonders herzhaft.

Geerntet wird im - sehr arbeitsintensiven - Freiland- und Unterglasanbau von September bis in den April hinein. Feldsalat ist also ein typisches Wintergemüse - er verträgt Temperaturen bis zu minus 15 Grad - und ernährungsphysiologisch außerordentlich wertvoll.

Feldsalat besitzt einen hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Phosphor und vor allem Eisen. Auch sein Gehalt an Vitamin C kann sich sehen lassen, damit übertrifft er z. B. Kopfsalat oder Endiviensalat um Längen. Wurzeln und Blätter enthalten ätherisches Baldrianöl, das zur Herstellung von Medikamenten genutzt wird.

Wie alle Salate sollte Feldsalat ganz frisch auf den Tisch kommen, also möglichst gleich nach dem Kauf zubereitet und verzehrt werden. Ein großer Vorteil: Abfallmenge gleich Null.

Besonders knackig bleibt Feldsalat, wenn man ihn vor der Zubereitung kurz in eiskaltes Wasser legt. Das Blattgemüse nicht unter fließendem Wasser säubern, sondern die Blätter behutsam im Wasser schwenken und dann vorsichtig im Handtuch trocknen, damit sie nicht vorzeitig schlapp machen.

Feldsalat lässt sich vielseitig anrichten: mit einer Essig-ÖI-Marinade, mit Sahne, Joghurt oder Kräuterdressing, mit einer Pfeffer-, Speck- oder Senfsauce. Beliebte Zutaten sind Eier, Putenfleisch, Shrimps oder Früchte.

Auch kombiniert mit anderen Blattgemüsen, oder mit Sellerie und Tomaten zeigt sich Feldsalat von seiner besten Seite. Weil sein herzhaft-würziger Geschmack an frische Nüsse erinnert, wird er gern mit Walnüssen serviert. Eine besonders schmackhafte Variante ist Feldsalat mit Weinkäse und Orangen.

Übrigens: Ganze Pflänzchen machen als Garnierung von Fleisch- oder Käseplatten eine gute Figur.


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Quelle: CMA. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich.
Feldsalat. Foto: CMA
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Feldsalat. Foto: CMA
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