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Kartoffeln und Rahm ... als kulinarische Kombination weltberühmt
Schon lange vor unserer Zeitrechnung bauten die Ureinwohner Südamerikas, die Inkas, "Erdäpfel" an, nichts anderes als die beliebteste Beilage der Deutschen: Kartoffeln.
Spanische Eroberer, englische und irische Freibeuter, darunter auch der berühmte Sir Francis Drake, brachten die Kartoffelpflanzen im 16. Jahrhundert nach Europa, wo man ihren eigentlichen Wert zunächst nicht erkannte. An den Höfen der Könige und Fürsten erfreute man sich lediglich an den hübschen Blüten der exotischen Pflanzen.

Hierzulande wurden die ersten Kartoffeln im Jahre 1621 angepflanzt, ebenfalls zunächst als Gartenzierde. Es bedurfte erst einer großen Hungersnot und einer königlichen List, um den viel wichtigeren Wurzelknollen der Pflanze zu ihrem Recht zu verhelfen. Friedrich der Große erkannte den Wert der Knollen als Lebensmittel, doch zeigten zu seinem Leidwesen die Bauern ebenso wenig Neigung zum Kartoffelanbau wie die Städter zum Verzehr. Doch der Alte Fritz wäre nicht der Alte Fritz gewesen, wenn er nicht eine List parat gehabt hätte: Er ließ vor den Toren Berlins Kartoffel-Felder anlegen und zum Schein von Grenadieren bewachen. Die Bauern vermuteten auf den Feldern eine Kostbarkeit, stahlen die Knollen und bauten sie selbst an.

Die Städter brachte der König durch einen regelrechten Werbefeldzug auf den Geschmack, indem er bei Besuchen in vielen Städten seines Reiches öffentlich Kartoffeln verzehrte. Das billige und sättigende Gemüse wurde schon bald zum beliebtesten Volksnahrungsmittel und rettete bei Hungersnöten zahllosen Menschen das Leben.

So unscheinbar die braunen Knollen aussehen, so wertvoll sind sie aus ernährungsphysiologischer Sicht. Dabei galt die Kartoffel wegen ihrer Kohlenhydrate lange Zeit als Dickmacher. Doch heute wissen wir, dass sie in Wirklichkeit zu den brennwertärmsten Nahrungsmitteln gehört.

So enthalten 100 g gekochte Kartoffeln nur etwa 300 Kilojoule bzw. 70 Kilokalorien in Form von Stärke. Außerdem verbergen sich unter der Schale hochwertiges pflanzliches Eiweiß, viele Vitamine - darunter ein hoher Anteil Vitamin C - und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor. Fette sind nur in Spuren enthalten.

Wegen ihrer vielseitigen Verwendbarkeit in der Küche gilt die Kartoffel als "Königin der Beilagen". Ihr neutraler und dennoch charakteristischer Geschmack macht sie zur idealen Begleiterin für fast jedes Gericht. Ganz zu schweigen von der Vielfalt der Zubereitungsarten von Salzkartoffeln bis zu Pommes croquettes oder Schweizer Rösti.

Im Rahmen zeitgemäßer Ernährung ist die Kartoffel ebenso angebracht wie als Beilage eines Gourmet-Menüs. Über 5.000 verschiedene Kartoffelrezepte aus aller Herren Länder lassen auf dem Speiseplan kaum Langeweile aufkommen.

Ein passendes Pendant sowohl hinsichtlich des Ernährungs- wie des Genußwertes ist der Rahm. Aus der feinen wie der deftigen Küche, wo er je nach Bedarf für sanfte Süße oder säuerliche Frische sorgt, ist er kaum wegzudenken. Kartoffeln und Rahm - diese Kombination genießt Weltruhm als , gebackene Folienkartoffeln mit Rahm.

Mit weiteren Zutaten ergeben sich zahllose neue Möglichkeiten für köstliche und zugleich gesunde Rahm-Kartoffel-Gerichte, wie beispielsweise das Rezept für Dreierlei Rahmkartoffeln zeigt.


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Kartoffeln! Foto: Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft
Kartoffel-Ernte. Foto: CMA
Kartoffeln. Foto: Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe
Kartoffelfeld. Foto: CMA
Kartoffelroder. Foto: CMA

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