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Warenkunde 'Kopfsalat' Buttersalat, Grüner Salat, Kopfsalat, Häuptlesalat |
Hinein ins Salatvergnügen! Frischer Salat ist nicht nur schmackhaft, sondern enthält auch viele wertvolle Inhaltsstoffe. Kopfsalat, ein Lattichgewächs, ist dabei unser meist verzehrtes Blattgemüse. Viele Köpfe gehören dabei zur Familie der Kopfsalate, der Gattung "Lactuca sative". Der berühmteste ist wohl der klassische Grüne Salat, gern auch Buttersalat genannt.+++ Werbung +++ Für unseren altbekannten, meistgegessenen Kopfsalat ist vielfach die Bezeichnung Buttersalat üblich, im Gegensatz zum Eissalat und dem neueren Batavia. Alle drei sind Kopfsalate und gehören der selben botanischen Art an. Jährlich werden allein in Deutschland rund 92.000 Tonnen Kopfsalat geerntet und vermarktet, das entspricht rund 230 Millionen Salatköpfe! Vom traditionellen Kopfsalat gibt es sowohl grüne als auch rote Sorten! Die saftigen Blätter sind groß, ungeteilt und haben einen glatten oder gezähnten Rand. Die grünen Sorten variieren in der Farbe von hellgelblich-grün über mittel- bis dunkelgrün. Je nach Sorten sind die Köpfe unterschiedlich groß, mehr oder weniger geschlossen und fest. Die inneren Blätter des Kopfes, die Herzblätter, sind zarter als die äußeren. Roter Kopfsalat hat gegenüber grünen Sorten die feinere Blattkonsistenz und ist völlig bitterstoff-frei. Das durchschnittliche Kopfgewicht liegt bei 300 g bis 500 g. Insgesamt geht der Trend zu schwereren, dichter gefüllten Köpfen. Wie alle Kopfsalate ist auch der Buttersalat einjährig. Er zählt beim Verbraucher zu den beliebtesten Salatsorten, wohl wegen seiner attraktiven Kopfform, der intensiven Farbe, des ständig guten Angebots auf dem Markt und vor allem wegen seines guten, saftigen Geschmacks. Während des Wachstums bildet sich beim Buttersalat auf dem getauchten Spross eine offene Blattrosette, aus der sich wie eine große Knospe ein dichter, fester Kopf aus sich überdeckenden zarten, weichen Blättern entwickelt. Kopfsalat gibt es praktisch rund ums Jahr, von November bis April aus dem Unterglasanbau (dann kann der Nitratgehalt sehr hoch sein), danach aus der Freilandkultur. Roter Kopfsalat wird überwiegend im Freiland angebaut, seine Saison reicht von Mai bis Oktober. Unter Glas oder im Folientunnel gewachsener Salat bildet dabei meist weniger feste Köpfe als Freilandsalat. Die Farbe der Blätter ist eine Sorteneigentümlichkeit, sie kann hell-, dunkel-, gelb- oder braungrün sein, aber auch blassgelb oder rotbraun, Die inneren "Herzblätter" des Kopfes erhalten weniger Licht und sind durchweg heller und auch zarter als die Außenblätter. Ihr Vitamin-C-Gehalt ist jedoch geringer als der der Außenblätter. Kopfsalate, insbesondere die Stängel und Blütenstände, enthalten einen weißen Milchsaft mit dem Bitterstoff Lactucin, der in besonderem Maße den Wohlgeschmack mitbestimmt. Aber auch den gesundheitlichen Wert, denn Kopfsalate eignen sich auch hervorragend zum Verzehr bei Übergewicht, Diabetes mellitus und anderen Krankheiten. Wesentliche Inhaltsstoffe sind die Mineralstoffe Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen, eine Reihe wichtiger Spurenelemente sowie die Vitamine B1, B2, B6 und C sowie das Provitamin A. Der Gehalt an Zitronensäure und anderen Säuren bedingt den erfrischenden Geschmack. Wobei man wissen muss, dass gerade die äußeren dunkleren Blätter des Kopfsalates besonders vitaminreich sind. Sie sollten nie schwere Dressings oder Marinaden über die zarten Blätter gießen, sondern den Salat ganz behutsam mit der Soße mischen. Ansonsten verträgt sich Kopfsalat mit vielen verschiedenen Soßen, er schmeckt mit einer Vinaigrette ebenso wie mit süßsauren Marinaden. Damit die zarten Blätter nicht zusammenfallen, ist ein leichtes Dressing vorzuziehen - mit vielen frischen Kräutern wie Dill, Estragon, Kerbel, Kresse, Petersilie, Schnittlauch und Zitronenmelisse. Besonders gut zu Kopfsalat passen auch Blättchen vom Spinat, Rettich und Radieschen oder Champignons. Mehr Abwechslung bedeutet in diesem Fall auch mehr Vitamine und Mineralstoffe. Salatsoßen aus Joghurt, Buttermilch, saurer und süßer Sahne oder Quark kann man mit weiteren Zutaten wie Zitronensaft, würzigem Essig oder Kräuteressig, Zwiebeln, Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und - ganz nach Geschmack - Knoblauch mischen. Sogar mit Bienenhonig können Sie sich den Salat versüßen. Wer die pikante Note vorzieht, kann die Soße mit geriebenem Apfel und Meerrettich abschmecken oder mit Senf verquirlen. Die Kräuter werden immer ganz zum Schluss unter die gekühlte Soße gegeben. Ganz wichtig: Die Marinade erst kurz vor dem Servieren mit dem Salat mischen, damit er schön knackig bleibt. Besonders dekorative, feste Köpfe kann man auch vierteln und erst bei Tisch anrichten. Seine großen, attraktiven Blätter werden auch gern als Basis für Dekorationen verwendet, beispielsweise zum Anrichten von Hors d'oeuvres, Lachshäppchen und anderen Delikatessen. Wie man sieht, sind der Phantasie bei der Zubereitung kaum Grenzen gesetzt. Die "Mixtouren" mit den verschiedenen Kräutern bestimmen aber nicht nur den Charakter des Salates, sie kommen auch der Gesundheit zugute. Kopfsalat ist sehr empfindlich gegen Sonne, Druckstellen bei Ernte und Transport sowie lange Lagerzeit. Er wird sehr schnell welk, wenn er nicht kühl, schattig und feucht gelagert wird. Kopfsalat ist also nur kurzfristig haltbar, achten Sie deshalb beim Einkauf auf knackig frische Blätter, die Köpfe sollten möglichst geschlossen sein. Wichtig: die Salatblätter sorgfältig waschen und abtropfen lassen. Die Zubereitung sollte erst direkt vor dem Verzehr erfolgen, bis dahin sollte man ihn in ein feuchtes Tuch oder Papier wickeln und kühl lagern. Etwas länger bleibt er frisch, wenn man den Strunk kreuzweise einschneidet und in frisches Wasser setzt und die Blätter ab und zu besprüht. Praxistipp: Die Salatschüssel mit einer Knoblauchzehe ausreiben oder eine mit Knoblauch gewürzte Brotrinde im Salat ziehen lassen - so erhalten Sie einen Hauch von Knoblauch an den Salat. |
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