Warenkunde 'Kräuter für die Küche'
Genießen mit duftenden Kräutern
Kräuter sind in der modernen Küche ein absolutes Muss! Und dabei geht es keineswegs nur um das klassische Trio Petersilie, Dill und Schnittlauch. Mediterrane Aromen mit Rosmarin, Lavendel oder Thymian sind längst in der hiesigen Küche heimisch geworden, und auch die asiatischen Genüsse mit Koriander, Lemonblättern oder Sweet Basil haben inzwischen ihre überzeugten Anhänger gefunden.


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Doch nicht nur Exoten aus fernen Ländern sind heute mehr denn je gefragt, auch beinahe vergessene heimische Gewächse wie zum Beispiel Bronzefenchel, Gelbsenf oder Wilde Rauke erleben zur Zeit eine wohlverdiente Renaissance.

Historisch betrachtet wurden die meisten Kräuter vor allem wegen ihrer heilenden Wirkung geschätzt. "Gegen jedes Leid ist ein Kraut gewachsen", besagt ein altes Sprichwort, und in der Tat können viele Kräuter größere oder kleinere Wehwehchen lindern.

So sollen beispielsweise die ätherischen Öle, Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide im Rosmarin entzündungshemmend und anregend auf den Kreislauf wirken. Melisse ist eine Wohltat für gereizte Magenwände. Petersilie, Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Kresse und Thymian sind so reich an Kalzium, dass der Genuss dieser Kräuter auch Osteoporose-Patienten empfohlen wird. Doch wofür sich die Pharmakologen interessieren, ist für den Gourmet zunächst zweitrangig, er genießt den Duft und das Aroma.

Aufgrund der in den Kräutern enthaltenen ätherischen Öle wirken sie in vielen Speisen wie "Geschmacksbomben", die in ihrer Intensität kaum zu übertreffen sind. Daher sollten Sie das sommerliche Angebot ausgiebig nutzen. Die meisten Kräuter lassen sich zwar auch gut trocknen oder einfrieren, aber frisch verzehrt schmecken sie einfach besser.

Wie bei allen frischen Zutaten gibt es auch bei den Kräutern Unterschiede in der Qualität. Um ihr wunderbares Aroma zu entfalten, brauchen sie Zeit zum Wachsen, Treibhausware kann da manche Enttäuschung bereiten. Verlassen Sie sich einfach auf Ihre Nase, gute Kräuter müssen duften.

Kräuter lassen sich am besten roh verarbeiten. Je zarter das Kraut, desto weniger sollte es Hitze ausgesetzt sein. Bei gekochten Speisen empfiehlt es sich daher, die Kräuter erst ganz zum Schluss dazuzugeben. Rosmarin, Thymian und Salbei können dagegen mitgekocht werden, ohne ihr Aroma zu verlieren. Eine weitere Möglichkeit, das Aroma Ihrer Lieblingskräuter lange zu erhalten: Man legt sie in Öl oder Essig ein.

Auch in der süßen Küche sind Kräuter inzwischen eine lukullische Bereicherung geworden. Vor allem Früchte lassen sich hervorragend mit Kräutern kombinieren. Eine Apfeltarte mit Lavendel oder ein Apfelgelee mit Rosmarin sind leckere Alternativen für Naschkatzen. Und Basilikum gibt dem Orangensorbet den ganz besonderen Pfiff!


Zum Weiterlesen:
Kräuter für die Küche. Foto: CMA
Kräuter für die Küche. Foto: CMA

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