Warenkunde 'Rosenkohl'
Ein Kohl mit Köpfchen
Rosenkohl gilt als das "Nesthäkchen" unter den Kohlarten, denn erstmals wurde man vor rund 200 Jahren auf ihn aufmerksam, als es Gemüsebauern in der Gegend um Brüssel gelang, dieses seltsam anmutende Sprossengemüse zu züchten - daher auch sein Name "Brüsseler Kohl".


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Bis auf den heutigen Tag genießt Rosenkohl eine gewisse Exklusivität und hat sich sozusagen als 'primus inter pares' das Recht erkämpft, an jeder festlichen Tafel als edle Begleitung erlesener Braten zu glänzen.

Überhaupt tanzt Rosenkohl ein wenig aus der Reihe seiner Artgenossen, nicht nur wegen seines charakteristischen Eigengeschmacks, sondern auch wegen seiner außergewöhnlichen "Größe". Die hellgrünen bis dunkelgrünen Röschen - das sind die Triebknospen am Stängel, die kleinen Kohlköpfen ähneln - werden nämlich nur etwa walnussgroß.

Anspruchsvoll sind sie obendrein, denn die bis zu einem Meter hohen Kohlpflanzen verlangen einen nährstoffreichen Boden und gute Wasserversorgung. Auch die Ernte ist recht aufwändig, da die Röschen zumeist noch per Hand gepflückt werden. Da sie keine lange Lagerung vertragen, müssen sie stets frisch vermarktet werden. Die Haupterntezeit liegt im Spätherbst und Winter. Nach dem ersten leichten Frost schmeckt Rosenkohl - ähnlich dem Grünkohl - noch aromatischer und zarter.

Rosenkohl ist zwar etwas kalorienträchtiger als seine Vettern, dafür aber ein sehr wertvoller Vitamin- und Mineralstoffspender. So ist er besonders reich an Vitamin A, B1, B2 und C und enthält doppelt so viel Kalium und Eisen wie beispielsweise der Weißkohl.

Rosenkohl wird üblicherweise in Salzwasser (besser noch in Fleisch- oder Hühnerbrühe) gedünstet. Dabei sollte man möglichst wenig Flüssigkeit verwenden und ihn nur kurz garen (rund 15 Minuten reichen), damit die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Die Garzeit lässt sich weiter reduzieren, wenn man die Strünke kreuzweise leicht einschneidet. In jedem Fall sollten die Röschen noch Biss haben, wenn sie auf den Teller kommen.

Durch Zugabe von Milch und einer Prise Zucker lässt sich der leicht herbe Kohlgeschmack abmildern. Fein gehackte, angebratene Zwiebeln verleihen ihm eine besonders aparte Note.

Mit Muskatnuss und Basilikum gewürzt, mit etwas Butter oder Sahne übergossen passt Rosenkohl hervorragend zu Fleisch-, Wild- und Geflügelgerichten. Richtig "aufmotzen" können Sie den "Kleinen", wenn Sie ihn zusammen mit karamellisierten Maronen servieren - ein besonderer Gaumenschmaus in der Weihnachtszeit.


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Rosenkohl-Ernte. Foto: CMA
Rosenkohl-Ernte. Foto: CMA
Rosenkohl-Ernte. Foto: CMA
Rosenkohl-Ernte. Foto: CMA

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