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Was die Zusammensetzung von Salatsaucen betrifft,
sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Denn frische
Gemüse und Blattsalate harmonieren problemlos mit fast allen
Aromen. Während die klassischen Salatsaucen zumeist mit
relativ viel Öl oder Ei hergestellt wurden, tendiert die moderne
Küche mehr und mehr zum leichten
Salatgenuss.
So lässt sich in einer
leckeren Soße der hohe Öl-Anteil beispielsweise durch
Fruchtsaft, Wein oder Joghurt deutlich reduzieren. Doch
gänzlich sollte auf das Öl nicht verzichtet werden. Es
trägt nicht nur zur Geschmacksentfaltung bei und fördert
die Ausnutzung der fettlöslichen Vitamine, es ist auch
für die Verdauung von roh belassenen Gemüsen und Salaten
wichtig.
Eine Salatsauce kann ganz
flüssig oder emulgiert sein. Für die richtige Bindung
sorgen zum Beispiel Senf, ein Ei oder eine gekochte Kartoffel. Neben Pfeffer und Salz geben Gewürze wie Pfeffer, Chili, Kumin,
Curry und frische Kräuter den
richtigen Pep. Der Säureanteil sollte nicht mehr als 20
Prozent der Gesamtmenge betragen.
Viele verschiedene
aromatisierte Essigsaucen, aber auch Saft von Limonen oder Zitronen unterstreichen den individuellen
Geschmack des Dressings. Beim Anrühren der Sauce stets zuerst
den Essig mit Salz und Pfeffer vermengen,
denn Essig schließt das Aroma auf.
Dann das Öl unterrühren und anschließend nach
Belieben mit Zwiebeln, Knoblauch,
Käse, Joghurt oder Sahne würzen. Wichtige Voraussetzung für
das Gelingen einer sämigen Vinaigrette: Alle Zutaten
müssen dieselbe Temperatur haben.
Das Tüpfelchen auf dem
I ist dann die berühmte Prise Zucker
oder Honig, denn diese süße Komponente rundet den
Geschmack jeder Sauce wunderbar ab. Mit der Sauce angerichtet wird
der Salat immer erst unmittelbar vor dem Verzehr, damit er seine
knackige Frische behält.
Bei der Zusammenstellung der
Salatzutaten lassen Sie sich am besten von dem saisonalen Angebot
inspirieren. So gut wie jedes Gemüse und natürlich alle
Blattsalate können Sie roh verarbeiten. Aber auch die
Mischungen von kurz gegarten Gemüsen wie zum Beispiel Kohl, Paprika oder Zucchini mit rohen Salatzugaben ergeben
schmackhafte Kombinationen.
Und wenn Sie noch ein paar
Streifen gebratene Hähnchenbrust oder Putenbrust oder ein paar
Scheiben von gekochten Eiern zugeben,
verwandelt sich die knackige Beilage im Handumdrehen in eine
vollwertige Hauptmahlzeit.
Die leckersten Salatsaucen
Salate sind wie Lottozahlen -
es gibt geradezu unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten.
Mit unterschiedlichen Zutaten und Salatsorten lassen sie sich immer
wieder neu arrangieren. Von den feinen Saucen erst gar nicht zu
reden.
Heute pur mit knackigem
Gemüse, morgen mit Shrimps, gegrilltem Ziegenkäse oder
Parmaschinken: Das Schöne an Salaten ist, dass sie nie
langweilig werden. Glanz und Aroma verleihen ihnen allerdings erst
die Saucen. Hier finden Sie eine Auswahl der leckersten Saucen zum
Salat.
- Aioli: Die
köstliche Mayonnaise-Spezialität aus der Provence wird
mit viel Knoblauch und nicht zu kräftigem Olivenöl hergestellt. Wunderbar als Dip
zu Rohkost und Gemüsesalaten.
- Caesar-Dressing: Die
berühmte cremige Salatsauce wurde ursprünglich in
Tijuana, Mexiko, von Caesar Cardini erfunden, doch so richtig
populär machte sie erst das New Yorker Restaurant "Chasens".
Parmesan gibt ihr den Pep. In der klassischen Rezeptversion zu
Romanasalat.
- Chantillysauce: Dazu
wird Zitronen-Mayonnaise mit ungesüßter Schlagsahne
vermischt. Fein zu Rohkost, etwa frisch geraspelten Möhren, Fenchel,
Rote Bete oder Kohlrabi.
- Dill-Dressing
- Englische Salad
Cream: Eigelbe von hart gekochten Eiern, Crème double, Weißweinessig,
Cayennepfeffer und Salz sind das Geheimnis
dieser traditionellen englischen Salatsauce. Um schön
sämig zu werden, kommt sie vor dem Verzehr für rund zwei
Stunden in den Kühlschrank. Zu Kartoffel- und
Gemüsesalaten.
- Green Goddess
Dressing wurde im Palace-Hotel von San Francisco zu Ehren eines
Schauspielers erfunden, der in William Archers Theaterstück
"Grüne Göttin" glänzte. Bei dem einfachen, doch
exquisiten Dressing handelt es sich um eine Komposition aus
Mayonnaise, Sardellenfilets, Frühlingszwiebeln, Petersilie,
Estragon und Schnittlauch. Ideal zu Gemüse-, Fisch- und
Muschelsalaten.
- Italienische
Salatsauce besteht aus Olivenöl, Salz,
Weinessig, eventuell Aceto Balsamico, und sonst nichts. In Italien
wird Salat stets bei Tisch angemacht, niemals im
voraus.
- Joghurt-Dressing
(Grundrezept)
- Joghurt-Salatsoße
- Nuss-Salatsoße
- Orangen-Dressing
- Roquefort-Dressing:
Fein zerkrümelter Roquefort-Käse, Olivenöl, Weinessig, Salz und Pfeffer bilden die Basis für die
pikante Sauce. Sie harmoniert bestens mit leicht bitteren
Blattsalaten wie Rucola, Radicchio
oder Chicorée.
- Schnittlauch-Dressing
-
Thousand-Islands-Dressing: Inseln im St.-Lorenz-Strom an
der us-amerikanisch-kanadischen Grenze gaben dieser
Saucen-Spezialität aus dem 19. Jahrhundert den Namen. Die
Sauce enthält Mayonnaise als Grundbestandteil neben Paprika,
Chilisauce sowie fein gehackten roten und grünen
Paprikaschoten. Schmeckt wunderbar zu grünen Blattsalaten,
Eier-, Kartoffel- und Krabbensalaten.
-
Vinaigrette
(Grundrezept): Der Allrounder unter den Saucen passt perfekt zu
allen Salaten. Auf drei Teile Öl kommt
ein Teil Essig, gewürzt wird mit Salz
und Pfeffer. Diese Grundsauce kann mit diversen Zutaten variiert
werden, z. B. mit Kräutern, Zwiebeln oder durch Verwendung verschiedener
Öl- oder Essigsorten.
Einfach und sicher gelingen die Saucen-Zubereitungen mit "Salat mit
Pfiff", die im Handel erhältlich sind und nur noch mit
Öl und Wasser ergänzt werden.
Zahlreiche Sorten bieten dem Salatfan immer wieder neue,
interessante Geschmacksnuancen.
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