Warenkunde 'Sellerie'
Gesund, würzig und vielseitig!
Der Knollen- oder Wurzelsellerie hat im Herbst Hauptsaison. Wenn die ersten Herbstnebel steigen, sind die kugeligen Rüben - das sind die verdickten, fleischigen Wurzeln des Selleries - reif für die Ernte. Der Sellerie ist ein sehr aromatisches Gemüse, reich an Vitaminen und Mineralstoffen.


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Der Sellerie (Botanischer Name: Apium graveolens. Familie: Doldenblütler) ist eine einheimische Pflanze, die an salzigen Stellen der Küste wächst. Im Mittelmeerraum wächst er ebenfalls wild.

Bereits Homer erwähnt den Sellerie in der Odyssee; Sieger wurden damit bekränzt. Später sind Totenkränze daraus gebunden worden. Den wilden, bitteren Sellerie schätzten die Römer sehr, sie verwendeten die Blätter mit Datteln und Pinienkernen in Spanferkel-Füllungen.

Seine ätherischen Öle regen den Stoffwechsel an. Es ist also empfehlenswert, mit Sellerie ab und zu eine Entschlackungskur zu machen. Die gesunde Knolle ist eine ideale Ergänzung für den Küchenzettel in den Herbst- und Wintermonaten.

Man sollte sie nicht nur als Suppengewürz, sondern vorwiegend für Salate und Gemüse oder als Saft verwenden - es gibt viele Variationen.

Die heutigen Sellerie-Sorten gehen auf Züchtungen der Italiener im 17. Jahrhundert zurück, die dem Sellerie die Bitterstoffe wegzüchteten. Bereits im 18. Jahrhundert war der Sellerie in Deutschland eine der beliebtesten Küchenpflanzen.

Seine Beliebtheit ist möglicherweise auch auf die vermutete potenzsteigernde Wirkung zurückzuführen. Besonders im Mittelalter hing man(n) dieser These nach.

Es gibt viele verschiedene Sorten, aber generell drei Zucht- und Nutzungsformen: den Knollensellerie (var. rapaceum), den Blattsellerie und den Bleichsellerie (var. dulce), von dem die gebleichten Blattstiele verwendet werden.

Besonders Wilder Sellerie, aber auch die Zuchtformen, sind reich an Vitamin C (in den Blättern), die Knolle an den Vitaminen B1, B2 und Nicotinsäureamid, Carotin und den Mineralien Calcium, Natrium, Kalium, Magnesium, Phosphor und Vitamin K.

Sein eigenwilliger Geschmack ist nicht jedermanns Sache. Selleriefreunde werden jedoch belohnt, denn die borkigen Knollen sind reich an Ballaststoffen.

Zur Vorbereitung den Sellerie unter fließendem Wasser gut abbürsten, dann Kappe und Wurzelende abschneiden, die Knollen schälen und nach Bedarf in Scheiben, Würfel oder Streifen schneiden oder fein raffeln und mit Zitronensaft beträufeln. da Sellerie leicht braun wird.

Sellerie eignet sich nicht nur als Suppengemüse, sondern auch als Gemüsebeilage oder roh geraffelt als Salat. Sellerie läßt sich gut mit Möhren, Lauch und Kartoffeln kombinieren oder roh mit Äpfeln, Trauben, Möhren und Nüssen.

Wird er nicht roh verzehrt, sollten Sie den vorbereiteten Sellerie knapp mit kochendem Wasser bedecken, Zitronensaft hinzufügen und 10 bis 15 Minuten kochen. Er ist gar, wenn man ihn mit einer Gabel leicht einstechen kann.

Praxistipp: Achten Sie beim Einkaufen auf feste, fleckenfreie Knollen ohne Nebenwurzeln!


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Zum Weiterlesen
  1. Warenkunde 'Sellerie'
  2. Tipps für die Zubereitung
  3. Sellerie - nicht nur zum Würzen

  4. Staudensellerie


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Sellerie. Foto: CMA
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