Warenkunde 'Spinat'
Heute geht man mit Spinat sehr viel schonender um.
Spinat kann man das ganze Jahr über aus der Tiefkühltruhe beziehen. Er ist ideal für die eilige Hausfrau. Schon fertig passiert, muss er nur noch erhitzt und nach eigenem Geschmack gewürzt werden. Wenn der junge Blattspinat frisch auf den Markt kommt, stammt er überwiegend aus dem heimischen Anbau. Ihn sollte man entsprechend zart behandeln und als Gemüse, nicht als Brei servieren.


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Früher neigte man dazu, das wertvolle Gemüse "totzukochen" und dann auch noch durchzudrehen oder gar mit einer dicken Sauce anzurichten. Was in dieser Form auf den Teller kam, war nicht unbedingt Appetit anregend. Heute geht man mit Spinat sehr viel schonender um. Er wird nur kurz blanchiert oder gedünstet, leicht in Butter gedämpft, mit etwas Salz und Muskat abgeschmeckt oder roh als Spinatsalat verwendet.

Auch in Aufläufen und Suppen oder als Füllung sorgt Spinat für eine besonders aromatische Note. Er verträgt sich ausgezeichnet mit vielen Käsesorten, mit Champignons, Mandelblättchen und Pinienkernen oder - besonders pikant - mit Sardellen.

  • Besonders gut macht sich der nur kurz gedünstete Blattspinat auf einer Gemüseplatte zusammen mit Blumenkohl und Möhren. Die Kombination sieht nicht nur farbenprächtig aus - sie schmeckt auch vorzüglich, wenn Sie das Gemüse leicht in Butter schwenken.
  • Lecker schmecken Spinatpfannkuchen. Dafür wird der Spinat blanchiert und in einen Eierkuchenteig gegeben. In aufschäumender Butter brät man dann kleine Pfannkuchen daraus.
  • Probieren Sie einmal 'Auflauf mit Spinat'. Dafür abwechselnd gekochte Bandnudeln, blanchierten Spinat und Allgäuer Emmentaler in eine flache Auflaufform schichten und mit Nudeln abschließen. Alles mit süßer Sahne knapp bedecken, mit Semmelbröseln und Butterflöckchen bestreuen und im Ofen überkrusten.
  • Und natürlich Spinatsalat. Dafür nur die ganz zarten Blättchen roh verwenden. Dazu passt eine Sauce aus hart gekochten Eiern, Öl, Essig, Salz, Zucker, Pfeffer und fein geschnittenen Schnittlauchringen. Als hübschen Farbklecks ein paar Tomatenschnitze unter den Salat mischen.
  • Besonders pikant schmeckt Spinat in Olivenöl gedünstet, zusammen mit gehackten Sardellenfilets, Knoblauch, Salz, Pfeffer und etwas Bratensaft. Dazu passen Teigwaren.
  • Und ganz exklusiv kommt er mit Steinpilzen daher. Beides wird getrennt in Butter gedünstet, dann in eine flache Auflaufform gegeben, mit Käse bestreut und überbacken.
Sie sehen, der Spinat hat es geschafft: früher Kinderschreck, heute Feinschmeckergemüse. Übrigens: Wenn Sie Spinat kurz garen, geht ein Teil der Inhaltsstoffe in das Kochwasser. Deshalb nicht wegschütten, sondern für Saucen und ähnliches verwenden!
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Spinat-Ernte. Foto: CMA
Spinat-Ernte. Foto: CMA

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