Warenkunde 'Stachelbeeren'
... ein erfrischender Sommersnack
Lange bevor die Stachelbeere ihren Einzug in unsere Küchen hielt, wuchs sie als wilder Strauch an Hecken und Mauern, an Felsen und in Bergwäldern. Ihre Heimat liegt in Eurasien und Nordafrika.


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Doch kaum war sie entdeckt, begann man sie zu züchten und mit ähnlichen Arten zu kreuzen. So haben sich aus den wilden Exemplaren von einst ungezählte Kulturformen mit weißlich-grünen, gold-gelben, hellbraunen und roten Früchten entwickelt.

Stachelbeeren sind glatt oder flaumig behaart und je nach Sorte mit feiner oder fester Schale ausgestattet. Das weiche Fruchtfleisch enthält viele kleine essbare Kerne. Je nach Reifezustand und Sorte schmecken die Stachelbeeren sauer bis wunderbar süß. Nach den Tafeltrauben weisen Stachelbeeren den höchsten Fruchtzuckergehalt aller einheimischen Beeren auf. Ihr angenehm säuerlicher Geschmack beruht auf dem hohen Gehalt an Weinsäure, Apfelsäure und Zitronensäure, die appetitanregend und verdauundfördernd wirken.

Die Stachelbeere ist das einzige heimische Beerenobst, bei dem es eine sogenannte Grünpflücke gibt, daher genießt sie eine relativ lange Saison von Mai bis August. Während reife Früchte kurzfristig verzehrt werden müssen, lassen sich grüne Beeren unter bestimmten Voraussetzungen bis zu drei Wochen aufbewahren.

Halbreife und reife Stachelbeeren eignen sich vorzüglich für Kompott, Konfitüre, Gelee, Kaltschalen und köstliche Desserts sowie als Kuchen- und Tortenbelag. Und frisch von der Hand in den Mund sind sie eine echte Sommerdelikatesse. Neben Kompott und Konfitüre machen die Früchtchen auch als Süßmost, Fruchtdessertwein, Likör oder Stachelbeergeist Furore.

Eher selten zu finden auf dem deutschen Speisezettel ist die Stachelbeer-Soße, die gut mit Fisch- und Fleischgerichten harmoniert. Unsere englichen Nachbarn, ausgesprochene Stachelbeer-Fans, verwenden die Früchte gern zu Relishes, Chutneys oder pikanten Soßen.


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