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Warenkunde 'Staudensellerie'
Die knackige Vitaminkost!
Der Staudensellerie, auch Stangensellerie oder Bleichsellerie genannt, gehört wie sein rundlicher Verwandter, der Knollensellerie, zur Familie der Doldenblütler. Er ist aber kein Wurzelgemüse, sondern ein Stängelgemüse.
Die bis zu 70 cm hohe Pflanze bildet Blätter mit bis zu 4 cm breiten, gerippten, hohlen oder vollen, fleischigen Blattstielen aus. Sie sind je nach Sorte weißlich, gelblich oder gründlich. Die inneren Stiele fallen besonders zart aus. Stangensellerie, der bis zu 1.000 Gramm je Pflanze wiegen kann, kauft man entweder im Ganzen mit Laub oder es werden nur die 25 bis 30 cm langen Blattstiele angeboten.

Früher wurde das aromatische Gemüse, dem hierzulande immer noch etwas leicht "Exotisches" anhaftet, vor der Ernte durch Anhäufeln oder Umbindenn mit Papier "gebleicht". Heute gibt es selbst bleichende Sorten, die durch enge Standweiten helle und knackige Blattstiele entwickeln.

Vor dem Zubereiten werden die Stangen gewaschen, die Wurzelenden entfernt und sehr kräftige Stängel eventuell geschält. Die Blattstiele eignen sich zum Rohverzeht als Salat oder in Mischsalaten. Dazu werden die Stangen in 1 bis 2 cm breite Stücke geteilt. Als Salat verträgt Stangensellerie ein mild-würziges Dressing mit Sahne, Joghurt oder auch Käse, er lässt sich besonders gut mit den verschiedensten Früchten kombinieren.

Einzelstiele sind roh und in aromatische Soßen gedippt ein bissfester Knabberspaß. Roh schmecken die Stangen auch gut zu Brot, Käse oder kalten Platten. Die unteren breiten Stielstücke oder hohle Stangen kann man für einen kleinen Imbiss mit pikanten Käsecrèmes, Fleischsalat oder ähnlichen Leckereien füllen.

Ansonsten lässt sich Stangensellerie als Gemüse dünsten, in Fleischgerichten mitschmoren oder frittieren. Auch als Suppe, in Eintöpfen und Aufläufen macht er sich ausgezeichnet. Besonders gut kommt er zur Geltung, wenn Sie ihn wie Spargel zubereiten. Fein geschnitten gibt er vielen Gerichten erst die richtige Würze. Die getrockneten, zerkleinerten Blätter werden übrigens - vermischt mit Kochsalz - auch als Selleriesalz angeboten.

Staudensellerie kann mit einer ganzen Reihe von Vitaminen aufwarten: Provitamin A, B1, B2 und C. Bemerkenswert ist auch sein Reichtum an Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Sein Gehalt an ätherischen Ölen wirkt sich günstig auf das Drüsen- und Nervensystem und somit auf den gesamten Stoffwechsel aus.

Er ist vorbeugend gegen Gicht und Rheuma zu empfehlen, da der hohe Kaliumgehalt harntreibend wirkt. Neben dieser Fülle an wertvollen Inhaltsstoffen zeichnet er sich zusätzlich durch Kalorienarmut aus - also rundum ein gesundes Gemüse!


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