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Warenkunde 'Weißkohl'
Das urdeutsche Gemüse
Obwohl der Weißkohl, genau wie seine Verwandten, aus dem Mittelmeerraum stammt, gilt er als "urdeutsch". Und tatsächlich gehört Deutschland zu den wichtigsten Anbauländern und Kohl zählt hierzulande zu einer der beliebtesten Gemüsesorten.
Die wichtigste aller Kopfkohlarten gilt seit langer Zeit als typisch deutsches Gemüse, obwohl die Urform ursprünglich nicht aus Deutschland kommt, sondern an den Küsten des Mittelmeers angebaut wird. Botanisch gesehen gehören alle Kohlarten zu den Kreuzblütern und sind in Deutschland ganzjährig erhältlich. Wie auch die wilde Urform lieben die heute angebauten Sorten das maritime Klima sowie Gebiete mit hohen Niederschlägen.

Eine besondere Form des Weißkohls stellt der Spitzkohl dar, der etwas kleiner, weniger fest, aber insgesamt feiner im Geschmack und leichter verdaulich ist ? mit Weitblick auf die Mitmenschen sicherlich ein wichtiges Kriterium!

Nicht zuletzt aufgrund seiner Inhaltsstoffe ist der Weißkohl ein beliebtes Lebensmittel, denn neben einem hohen Wasseranteil enthält dieser nennenswerte Mengen der Mineralstoffe Kalium, Eisen sowie Vitamin B6, C und K. Zudem sind Senföle enthalten, die zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe gehören, denen verschiedene gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen werden.

Vor der Zubereitung kann Weißkohl einige Tage problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ist der Kopf bereits angeschnitten, sollte dieser am besten mit Folie abgedeckt gelagert werden. Weißkohl-Liebhaber freuen sich besonders über einen leckeren Salat mit fein geschnittenen Streifen, aber auch gedünstet mit anderen Gemüsesorten, als Füllung für Kohlrouladen oder in einem leckeren Auflauf, zusammen mit Hackfleisch und Käse, ist wahrer Genuss garantiert.

Die Anbauschwerpunkte für Weißkohl in Deutschland sind Dithmarschen, Glückstadt und die Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein, Neuß/Kempen und Straelen am Niederrhein, die Polder bei Emden in Niedersachsen, die Vierlande bei Hamburg, Niederbayern, Franken (Würzburg-Unterpleichfeld) und Ismaning bei München, die Filder bei Stuttgart-Echterdingen in Baden-Württemberg und einige andere mehr.

Insgesamt wurde im Jahr 2004 Weißkohl auf einer Fläche von 7.025 ha angebaut. 2004 wurden pro Hektar Anbaufläche 677 Dezitonnen Weißkohl geerntet. Insgesamt wurden im Jahr 2004 in Deutschland 475.600 t Weißkohl geerntet.

Abhängig von der Jahreszeit gibt es einige Unterschiede im Weißkohl-Verbrauch: Von September bis November und von Januar bis März sind Spitzen bezüglich des Weißkohl-Verbrauchs zu beobachten. 2004 wurden in diesen Monaten jeweils zwischen 10 und 11,9 Prozent des Jahresverbrauchs eingekauft.

Das ist nicht sehr verwunderlich, denn der Weißkohl ist ein beliebtes Wintergemüse. Jedoch ist er das ganze Jahr über erhältlich und wird auch in den wärmeren Monaten gerne verwendet: So bewegt sich die prozentuale Einkaufsmenge in den Monaten April bis August zwischen 4 und 6 Prozent. Laut Haushaltspanel der GfK kauften im Jahr 2004 gut 36,8 Prozent der befragten Haushalte Weißkohl ein. Dabei wurde im Schnitt pro Haushalt eine Menge von rund 1 kg gekauft.


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