Warenkunde 'Zimt'
... mit Zucker unzertrennlich!
Ob zum Milchreis, auf dem Pfannkuchen oder im Apfelstrudel - Zucker und Zimt sind in zahlreichen Speisen unzertrennliche Partner. Während Zucker inzwischen ein alltägliches Lebensmittel ist, umgibt die Zimtstange immer noch etwas Geheimnisvolles.


+++ Werbung +++
Die Quelle für das aromatische Gewürz sind immergrüne Bäume in Brasilien, Ceylon oder Indien. Bei der "Ernte" werden rund einen Meter große Rindenstücke abgeschält, eingeschlagen, fermentiert und getrocknet - dabei bildet sich auch die hellbraune Farbe. Für das herrliche Zimtaroma sind die ätherischen Öle verantwortlich, die zu 1 bis 4 Prozent in der Rinde enthalten sind.

Die würzige Hülle der Zimtbäume hat man schon früh entdeckt - bereits in der Bibel wird Zimt erwähnt. Doch nicht überall kannte man das Gewürz unter diesem Namen. In Europa wurde der Zimt erst im 14. Jahrhundert bekannt. Als Weinwürze und Räuchermittel war er schnell heiß begehrt und sehr teuer. Heute ist Zimt zwar erschwinglich, aber als Gewürz immer noch ungemein kostbar.

Ein besonders feines Aroma hat der Kaneel aus Ceylon - er wird als weltweit bester Zimt gehandelt. Die chinesische Sorte Kassia ist dunkler, dickrindiger und weniger würzig, sie wird meist nicht in Stangenform, sondern als Pulver angeboten.

Zimt ist vor allem für süße Delikatessen ein optimales Würzmittel - zum Beispiel für Gebäck, Obst- und Milchsuppen, Milchreis, Pfannkuchen oder süßsauer eingelegtes Gemüse. Glühwein und Punsch bekommen erst durch das braune Gewürz ihre besondere Note.

Wer Zimt allerdings pur auf der Zunge zergehen lässt, wird eher enttäuscht sein - er schmeckt etwas fade und leicht bitter. Vermischt man ihn jedoch mit seinem Kompagnon Zucker, entfaltet er sofort sein charakteristisches Aroma.


Interessante Rezepte

ThemenChannel von
© 1994 - 2011 Dirk Jasper