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Dossier 'Solarenergie'

Heizkosten sparen mit Solarthermie
Der Winter ist vorbei. Doch für viele Deutsche steht das dicke Ende noch bevor: die Heizkostenrechnung. Denn trotz der relativ milden Temperaturen wird der Rechnungsbetrag mal wieder steigen. Fast unbemerkt läuft auch bei zunehmenden Temperaturen der Heizungsbrenner weiter - zur Heißwassergewinnung. Dabei könnten handelsübliche Solaranlagen auch in Deutschland einen großen Teil der benötigten fossilen Brennstoffe einsparen.
Dies bestätigt auch eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest. Sie untersuchte in ihrer Ausgabe März 2008 zwölf Komplettpakete zur solaren Warmwassererzeugung. Den getesteten Anlagen wurden nicht nur größtenteils gute und sehr gute Noten erteilt, sondern die gesamte Technik wurde als relativ ausgereift eingeschätzt.

Gerade an diesem Punkt herrscht in der Öffentlichkeit vielfach Sorge. Die Interessenten fürchten einen aus der Digitaltechnik bekannten Effekt: "Wenn ich mir jetzt ein aktuelles Gerät kaufe, kostet dieses im kommenden Jahr nur noch die Hälfte oder das Nachfolgemodell hat die doppelte Leistung."

Doch nicht nur für die Stiftung Warentest haben solarthermische Anlagen das Entwicklungsstadium verlassen. Auch die Gothaer, einer der führenden Versicherer für regenerative Energien, hat Vertrauen in die Technik.

Christian Mikus, Gothaer Experte für Gebäudeversicherungen: ?Sonnenkollektoren oder auch Photovoltaikanlagen sind im Leistungsumfang der Wohngebäudeversicherung enthalten. Das wäre nicht so, wenn die Technik nicht ausgereift wäre." Auch der Einbau ist nicht mehr teuren Spezialfirmen vorbehalten, sondern kann in der Regel von entsprechend geschulten Heizungsbauern durchgeführt werden.

Ob sich die Umrüstung auch für den Geldbeutel lohnt, hängt insbesondere vom Verbrauch, ab. Für einen Singlehaushalt mit jährlichen Warmwasserkosten von maximal 200 Euro kann es bei 50 Prozent Einsparung lange dauern, bis sich die Investition von 4.000 bis 6.000 Euro rechnet. Lässt sich hingegen eine Familie oder ein Mehrparteienhaus das warme Wasser mehr als 600 Euro im Jahr kosten, liefert die Anlage nach spätestens 20 Jahren einen Gewinn.

Unter Berücksichtigung der Energiekosten, die sich in den letzten zehn Jahren beinahe verdoppelt haben, kann die Rechnung schnell ganz anders aussehen. Im Gegensatz zu derartigen Spekulationen lassen sich die staatlichen Hilfen sicher berechnen: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellt eine direkte Förderung in Höhe von mindestens 410 Euro je Anlage in Aussicht.

Als weitere Bundesförderung stehen preisgünstige Kredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich diverse Landes- und Kommunalfördermittel nutzen. Wie auch immer die Rechnung ausfällt - der eigene Beitrag gegen die Erderwärmung lässt sich nur schwer in Euro ermessen.


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Heizkosten sparen mit Solarthermie. Foto: Gothaer
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Mai 2008. Quelle: Gothaer © 1994 - 2011 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken