Innerhalb einer Familie nimmt ein Haustier einen besonderen Stellenwert ein, vor allem wenn die Kinder mit dem Hund oder einer Katze aufwachsen. So entstehen Freundschaften, die die ganze Kindheit bestehen bleiben. Diese Bindung kann besonders für die soziale Entwicklung des Kindes förderlich sein.

Golden Retriever

Hunderassen wie der Golden Retriever sind besonders als Familienhunde geeignet. (Bild: aboutpixel.de – Andrea H.)

Die Bindung zwischen Tier und Mensch

Jeder, der nur wenige Tage mit einem Tier verbracht hat, wird merken, dass unmittelbar eine besondere Bindung entsteht. Forscher sind sich bis heute nicht einig, warum eine solche Bindung entsteht. Dafür gibt es verschiedene Denkansätze. Besonders überzeugend ist die These, dass die Hilflosigkeit des Tieres und die dadurch resultierende Abhängigkeit vom Menschen zu dieser Bindung beiträgt. Der Mensch entwickelt eine Verantwortung, der er gewissenhaft nachgeht. Er weiß, dass er gebraucht wird und eine wichtige Aufgabe hat. Die Pflege und Fürsorge nehmen Tiere wiederum sehr deutlich wahr. Bei ihnen entwickelt sich ein Verhalten, dass Dankbarkeit und Respekt vermittelt.

Da vor allem Hunde sehr einfühlsam sein können, werden sie auch häufig bei Therapien eingesetzt. Es sind also viele Faktoren, die zusammen dazu führen, dass eine besondere Bindung zwischen Tier und Mensch entsteht, die nicht so leicht gelöst werden kann.

Kinder und Tiere

Eine besondere Bindung entsteht zwischen Kindern und Tieren, die gemeinsam aufwachsen. Die Kinder kennen ein Leben ohne das Tier nicht und haben es in ihr Herz geschlossen. Das Tier wird zu einem notwendigen Bestandteil ihres jungen Lebens. Sie teilen viele gemeinsame Erlebnisse, sodass das Tier lebenslang einen prägenden Einfluss auf das Kind ausüben wird. Doch sollte Kindern auch vermittelt werden, dass ein respektvoller Umgang mit Tieren das A und O ist.

Zudem können Kinder gegenüber Tieren schon recht früh Aufgaben erfüllen, die sie im alltäglichen Leben noch nicht wahrnehmen können. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und prägt ihre sozialen Kompetenzen. So wächst das Kind mit dem Tier und der restlichen Familie zu einer Gemeinschaft, die gemeinsam durch das Leben geht. Es entstehen gegenseitige Abhängigkeiten, die einen langen Bund ermöglichen. Forschungen haben zudem gezeigt, dass Kinder, die mit Tieren aufwachsen gesünder leben, als Kinder, die in einem Haushalt ohne Tiere leben.

Katzen als Familienmitglieder

In Deutschland sind Katzen die beliebtesten Haustiere. (Bild: Karina / pixelio.de)

Haustiere – Hund oder Katze?

Nach einer Studie halten die Deutschen mehr als 30 Millionen Haustiere. Vergleicht man diese Zahl mit anderen europäischen Ländern, so landet Deutschland neben Italien auf Platz zwei direkt hinter Russland. Auch wenn die Art der gehaltenen Haustiere sehr variiert, so ist auffällig, dass Hunde und Katzen sehr beliebt sind. Aufgrund der tendenziell einfacheren Haltung leben etwa 12 Millionen Katzen in deutschen Haushalten, während nur 7,5 Millionen Hunde gehalten werden. Hintergrund könnte auch die Steuerfreiheit für Katzen sein.

Auffallend ist bei dieser Statistik zudem, dass viele Vögel gehalten werden. So leben aktuell über 2 Millionen Vögel in deutschen Haushalten. Doch egal ob Hund, Katze oder Vogel, Haustiere sollten in den Familienalltag integriert und als Teil der Familie behandelt werden.


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