Kinder kommen heute immer früher mit dem Netz in Berührung. Das kann schon über das einfache Tablet sein, auf dem erste Lernprogramme genutzt werden. Medienkompetenz ist hierbei das Schlüsselwort. Eltern haben die Aufgabe ihren Nachwuchs behutsam an das Medium heranzuführen. Vorsicht in geboten, aber eine Verweigerung der Nutzung wäre der falsche Weg.

Ab welchem Alter nutzen Kinder das Netz?

Es gibt kein ideales Alter, um mit der Nutzung des Internets zu beginnen, allerdings sollten die Eltern gerade im frühen Kindesalter stets begleitend zur Seite stehen. Das gilt also für Kindergarten- und Grundschulkinder. Während der gemeinsamen Zeit vor dem PC können nicht nur technische Kniffe vermittelt, sondern auch Gefahren erklärt werden. Kinder wollen natürlich ab einem gewissen Alter auch allein das Netz nutzen, um z.B. mit Freunden zu chatten, zu spielen und sich Wissenswertes anzusehen. Damit sie nicht auf ungeeignete Inhalte stoßen können, empfiehlt sich die Einrichtung einer Kindersicherung, um den Nachwuchs vor Gewaltdarstellungen und Erotik bzw. Pornografie zu schützen.

Computer spielen

Auf Kinder und Jugendliche übt das Internet einen besonderen Reiz aus. (Bild: aboutpixel.de / Konstantin Gastmann))

Wie kann ich mein Kind schulen?

Vor allem für Eltern existieren im Netz zahlreiche Daten und Informationsquellen. Dabei ist zunächst zu hinterfragen, wie es um die eigene Medienkompetenz bestellt ist, oftmals sind Kinder ihren Eltern ab einem gewissen Alter medientechnisch weit überlegen. Dies gilt für den Gebrauch, aber nicht unbedingt für die Tragweite an Möglichkeiten und auch Gefahren im Netz.

Erste Berührungen finden meist mit Smartphone oder Tablet statt, ehe ein Interesse für einen großen PC geweckt wird. Tablets übernehmen mit den zahlreichen Spielen, teilweise speziell für Vorschulkinder heute die Funktion, die Lerncomputer in den 1990er Jahren hatten. Ein Kontakt mit diesen Medien sollte keinesfalls erzwungen werden, aber auch nicht verweigert, wenn das Kind deutliches Interesse zeigt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) stellt zu diesem Thema auch eine Broschüre bzw. PDF-Datei zur kostenlosen Verwendung mit dem Titel: „Ein Netz für Kinder – Surfen ohne Risiko?“ zur Verfügung. Das Ministerium geht darin auf verschiedene Portale wie Google als Suchmaschine und Spieleseiten ein. Außerdem erwähnt es die Gefahren und wie das Kind vor Erwachseneninhalten und Rassismus oder Mobbing geschützt werden kann.

Im Netz finden sich zu dem Portale, die sich besonders auf die jüngere Generation spezialisiert haben und ihnen auch diese Medienkompetenzen spielend vermitteln wollen. Es existieren sogar Computerspiele mit diesem Thema, die als Vorbereitung für das Internetnutzen angesehen werden können, wie beispielsweise „Internet-ABC“.

Internet-ABC – Der Internet-Führerschein

Eine weitere sehr empfehlenswerte Aktion für Eltern, die sich über Medienkompetenz schlaumachen wollen, ist „Schau hin – Was dein Kind mit Medien macht“. Dort werden zahlreiche Plattformen und Medienarten thematisiert und wo dabei die jeweils spezifischen Eigenschaften Gefahren bergen können und wie ein Umgang optimal gelöst werden kann. An dieser Aktion ist ebenfalls das BMFSFJ beteiligt sowie ARD, ZDF, TV Spielfilm und Vodafone. Einige der „Schau hin“-Botschafter sind Gundula Gause, Tim Mälzer und Jörg Pilawa. Das Material im Netz und an den entsprechenden Stellen ist also reichhaltig vorhanden und Eltern können hoffnungsvoll in die Medienzukunft ihres Nachwuchses blicken.


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