Bei der Gestaltung für den Schlafplatz eines Babys muss Verschiedenes berücksichtigt werden, denn vor allem in den ersten Lebensmonaten können Dinge des alltäglichen Lebens, wie Matratze, Bettdecke oder ähnliches noch mögliche Gefahren für ein Neugeborenes darstellen.

Sowohl in Fachkreisen als auch im privaten Bereich herrschen Diskussionen darüber, ob im Bettchen ein Nestchen angebracht werden sollte oder besser nicht. Das Nestchen kann die durchgängige Luftzufuhr behindern und die sich dadurch anstauende Wärme das Risiko auf plötzlichen Kindstod erhöhen.

Im Gegensatz dazu bleibt jedoch ebenso festzuhalten, dass sowohl die Befürworter als auch die Industrie sich für einen Kopfschutz aussprechen, da die Schädelplatten beim Säugling noch nicht fest zusammengewachsen sind. Diese offenen und weichen Stellen auf dem Kopf eines Babys bezeichnet man als Fontanellen, die sich ers im Laufe des 2. Lebensjahres vollständig verschließen.

Babys Schlafplatz sollte auf Gefahren und Risiken hin untersucht werden (Bild: Melissa Schalke - Fotolia.de)

Babys Schlafplatz sollte auf Gefahren und Risiken hin untersucht werden (Bild: Melissa Schalke – Fotolia.de)

Überwärmung vermeiden

In den ersten Lebenswochen des Babys eignen sich sowohl eine Wiege als auch ein Stubenwagen als Schlafplatz. Spätestens jedoch nach ein paar Wochen sollte der Nachwuchs sein eigenes Bettchen bekommen – gegebenenfalls im Schlafzimmer der Eltern. Im elterlichen Bett zu schlafen ist nicht zu empfehlen, da das Baby unter der Bettdecke durch die Eltern aufgewärmt werden kann. Dies kann zu einer Überwärmung führen, da Babys selbst auch schlechter Wärme wieder abgeben können. Um ein derartiges Risiko außerdem zu minimieren, sollte auf ein zusätzliches Kissen sowie Decken und Mützchen gänzlich verzichtet werden. Insbesondere bei Kissen und Decken besteht die Gefahr, dass sich der Säugling diese über den Kopf zieht, sich jedoch nicht eigenständig wieder freistrampeln kann und das Risiko einer Erstickung droht. Demzufolge ist ein Schlafsack zu empfehlen, der nicht zu groß ausfallen sollte.

Ein Blick sollte auch auf die Raumtemperatur geworfen werden. Diese sollte nachts nicht höher als 16 bis 18 Grad Celsius sein.

Matratze und Ausstattung

Babyschalen und Tragetaschen sollten keinesfalls als Schlafmöglichkeit genutzt werden!
Säuglinge und Babys benötigen eine gerade Schlafunterlage. Hier ist eine geprüfte schadstoffreie Babymatratze zu empfehlen, die zusätzlich atmungsaktiv ist und über einen waschbaren Bezug verfügt (60°C). Außerdem darf die Matratze nicht zu weich sein, damit das Baby mit seinem Gesicht nicht in die Matratze einsinkt. Wichtig ist, dass Babys, solange sie sich noch nicht selbst drehen können, nie auf dem Bauch schlafen sollten, damit sie ausreichend mit frischer Luft versorgt werden können. Manchmal lässt sich dies aber schwer vermeiden, da sich viele Babys nach einigen Monaten bereits hin und her rollen können. Umso wichtiger ist es, auf die Luftdurchlässigkeit hinsichtlich der Matratze zu achten. Matratzen sollten immer neu gekauft werden, sodass in diesem Falle von gebrauchter Ware abzuraten ist. Beim Kauf von Bettlaken, Schlafsack und Co. empfiehlt es sich ebenso auf Produkte mit Prüfzeichen zurückzugreifen.

Unfallschutz

Unfallverhütende Maßnahmen müssen ebenfalls getroffen werden. So darf sich der Schlafplatz nicht an potenziellen Gefahrenquellen befinden, wie etwa eine Steckdose oder ein elektronisches Gerät. Spieluhren mit langen Zugbändern sollten sich ebenso wenig in Reichweite befinden wie lange Gardinen, Windeln oder Tücher. Das Baby könnte sich darin einwickeln und schlussendlich verfangen. Auch Kuscheltiere gehören nicht in ein Babybett. Sie beeinflussen die Luftzufuhr negativ und es sammelt sich schnell Staub darauf. Kleinteile, wie zum Beispiel die Legosteine oder Puppenspielzeug vom Geschwisterkind, sollten ebenfalls niemals in die Nähe des Schlafplatzes gelangen.


One Response to “Babyschlaf: Was bei Bettchen, Stubenwagen und Co. beachtet werden muss”

  1. Jenny Says:

    Als meine Tochter zur Welt kam wollte ich auch alles richtig machen und habe sie in einen Stubenwagen gelegt. Der gefiel ihr gar nicht, da sie mit den Ärmchen immer wieder gegen die Seiten kam und davon aufwachte. Letztlich schlief sie dann auf einer Seite des großen Ehebetts. Nur im Schlafsack ohne Decke und Kissen natürlich. Eigentlich ungemütlich…

    Beim zweiten Kind haben wir ein Babybay Beistellbett besorgt. Beste Lösung, weil nah an der Mutter und trotzdem sicher.

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