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Kilimandscharo ? im Schatten des weißen Berges |
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Majestätisch
thront der Kilimandscharo an der Grenze Tansanias zu Kenia. Obwohl
das Massiv in einer tropisch-heißen Region der Erde liegt, ist
der Gipfel teilweise vergletschert. Unterhalb beginnt Regenwald,
der in tieferen Regionen in üppige Grassavannen
übergeht.
Die unterschiedlichen Vegetationszonen geben Elefanten, Elenantilopen, Mantelaffen, Diademmeerkatzen und vielen anderen Tieren eine Heimat. Mit 5.895 Metern über dem Meeresspiegel ist der Kilimandscharo der höchste Berg Afrikas. Seine beiden Hauptgipfel (Kibo (= der Helle): 5.895 m, Mawenzi (= der Dunkle): 5.148 m) sind schneebedeckt. Schneefelder und Frostschuttwüsten bestimmen das Erscheinungsbild. Und doch ist das Gebirgsmassiv vulkanischen Ursprungs. Ein etwa einen halben Kilometer breiter Krater und aus Steinritzen zischender heißer Dampf erinnern an seine feurige Vergangenheit. Der stark erodierte Mawenzi darf übrigens seit Ende der 90er Jahre nach einigen tödlichen Unfällen wegen Steinschlag nicht mehr bestiegen werden. Heute ist der Kilimandscharo Lebensraum für Afrikas Tierwelt. Zu den faszinierendsten gehören Elefanten. Sie bevölkern die weitläufigen Wälder in Höhen zwischen 1.000 und 3.000 Metern. Bedingt durch das feucht-heiße Klima hat sich hier eine einzigartige Flora und dichter Regenwald entwickelt. Zur Regenzeit wandern die Dickhäuter zu den grünen Hängen am Fuß des weißen Berges. In manchen Jahren sammeln sich hier Hunderte der grauen Riesen und bilden eine gigantische Herde. Doch die Zeit der Elefanten vom Kilimandscharo könnte langsam zu Ende gehen. Immer mehr wird das Gebirgsmassiv durch Landwirtschaft geprägt. Der Volksstamm der Jagga baut Bananen, Weizen, Kaffee und Sisal an und bringt sein Vieh zum Weiden auf die üppigen Grassavannen. Nur noch wenige Wege führen in die weiter oberhalb liegenden Regenwälder, in denen neben Diademmeerkatzen auch Mantelaffen zu Hause sind. Ab 4.000 Metern Höhe wird es jedoch einsam. Hier überleben nur die Widerstandsfähigsten. Und natürlich unzählige Vogelarten, die erstaunliche Symbiosen mit der bizarr anmutenden Flora eingegangen sind. Beim Kersten-Gletscher des Kilimandscharo (5.895 m) ist zwar ein Rückgang der Eiskappe am Kibo-Gipfel zu beobachten. Entgegen der landläufigen Meinung soll der Grund jedoch nicht ein Abschmelzen, sondern das Verdunsten durch die Sonneneinstrahlung (physikalisch heißt dieser Prozess Sublimation) sein. Inwieweit hier globalklimatische Entwicklungen (Erderwärmung, Ozonloch) wirken oder nur lokale Phänomene, scheint umstritten. +++ Anzeige +++ Quelle: Mit Material von SR / ARD. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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