|
Dossier 'Rapsöl' Optimal für die moderne Küche |
|
Rapsöl gibt es seit Jahrzehnten im Handel.
Lange Zeit versteckte es sich hinter Bezeichnungen wie
"Pflanzenöl", "Tafelöl" oder "Delikatessöl". Doch
seit man seine wertvollen Inhaltsstoffe und deren gesundheitliche
Bedeutung erkannt hat, findet man es auch immer häufiger als
"Rapsöl" in den Regalen des Handels. In Reformhäusern
oder Naturkostläden gibt es Rapsöl sogar aus
ökologischem Anbau.
Überdies ist Rapsöl ein wichtiger Träger von fettlöslichen Vitaminen und somit für unsere Ernährung ein optimales Speiseöl. Rapsöl ist heute das wirtschaftlich bedeutendste Speiseöl Deutschlands. Das war nicht immer so. In früheren Zeiten galt Rapsöl als minderwertig aufgrund unerwünschter Inhaltsstoffe und eines unangenehmen Geschmacks. Rapsöl gilt inzwischen als ein wahres Allroundtalent: Als Salatöl für Dips und Marinaden, zum Kochen, Backen, Braten oder Fritieren - es passt immer. Und sein großer Vorteil: Während andere Öle häufig einen mäßigen bis starken Eigengeschmack haben, der nicht immer erwünscht ist, schmeckt Rapsöl neutral und läßt sich vielfältig verwenden. Feines Rapsöl und Kaltgepresste Rapsölspezialitäten Grundprinzip für die Herstellung des Feinen Rapsöls und des Kaltgepressten Rapsöls ist das Auspressen der Rapskörner mit Schneckenpressen. Sie funktionieren im Prinzip ähnlich wie ein Fleischwolf. Große Ölmühlen verwenden dafür bis zu fünf Meter lange Ölpressen.Sie reinigen vor dem Pressen die Rapssaat, zerkleinern und erwärmen sie und dann wird sie unter hohem Druck ausgepresst. Dabei entstehen in der Ölpresse Temperaturen zwischen 70 und 90 Grad. Das ausfließende Rohöl wird gefiltert und durchläuft danach noch einige Bearbeitungsstufen, mit denen Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffe entfernt werden. Dadurch ist das Rapsöl geschmacksneutral, hat eine helle goldgelbe Farbe und ist, wenn es in verschlossener Verpackung kühl und dunkel aufbewahrt wird, mindestens ein Jahr haltbar. Die Behandlung des Rapsöls nach dem Pressvorgang bezeichnet man als Raffination. Das daraus gewonnene Feine Rapsöl ist für die Lebensmittelindustrie, in der Gastronomie und in den privaten Haushalten vielseitig verwendbar. Im Lebensmittelhandel bekommt man es meistens als Reines Pflanzenöl, Feines Tafelöl oder Feines Delikatessöl. Einige Speiseölanbieter kennzeichnen dieses feine Speiseöl auch offen als Feines Rapsöl. Manchmal steht auf der Verbraucherpackung auch im begleitenden Text, dass es aus Rapsöl hergestellt wurde, oder man erkennt es an der Deklaration der Inhaltstoffe, beispielsweise am niedrigen Anteil der gesättigten Fettsäuren um 7 Prozent und am hohen Anteil der einfach ungesättigten Fettsäuren um 62 Prozent. Eine offene Deklaration dieses bedeutenden Pflanzenöls würde somit dem Verbraucher mehr Transparenz hinsichtlich des verwendeten Öles bieten und einen gezielten Kauf von Rapsöl erleichtern. Kaltgepresstes Rapsöl wird in kleineren Ölmühlen hergestellt. Die Rapssaat wird auch vor dem Pressen gereinigt, aber nicht noch zusätzlich erwärmt. Die kleineren Ölpressen arbeiten mit geringerem Druck. Sie sind zwischen einem halben und vier Meter lang. Das Öl wird beim Austritt aus der Ölpresse nicht wärmer als 45 Grad. Nach dem Pressen wird das Öl nur noch gefiltert. Es gibt auch Betriebe, die das Rapsöl über ein mehrstufiges Behältersystem leiten. Darin setzen sich die beim Pressen ausgelösten Trubteilchen auf dem Boden der Behälter ab. Einzelne Ölmühlen, die Kaltgepresstes Rapsöl herstellen, behandeln das gereinigte Öl noch mit Wasserdampf, um einen milderen Geschmack und eine längere Haltbarkeit zu erreichen. Kaltgepresstes Rapsöl schmeckt leicht nussig, es hat eine goldgelbe Farbe und ist, wenn es in der verschossenen Packung kühl und dunkel aufbewahrt wird, mindestens ein halbes Jahr haltbar. Dossier 'Rapsöl' Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
|
|
ThemenChannel CyberKoch von Familie-im-Web Quelle: CMA © 1994 - 2011 Dirk Jasper |









