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Warenkunde 'Auberginen' Eierfrucht, Eierpflaume, Melanzane, Melanzenapfel, Spanische Eier |
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"Eierfrucht" oder "Eierpflaume" - denken Sie bei
diesen Begriffen an eine dem Hühnerei stark ähnelnde
Frucht - oder an die glänzende, dunkellila gefärbte
Aubergine? In beiden Fällen denken / liegen Sie richtig, denn
die Aubergine - Eierfrucht, Eierpflaume - kommt in beiden Varianten
auf dem Markt vor!
Neben den Bezeichnungen Eierfrucht und Eierpflaume wird sie auch als Melanzane (in Österreich und Italien), Melanzenapfel und Spanische Eier bezeichnet. Es handelt sich um eine einjährige, ein bis drei Meter hoch werdende krautige Pflanze mit lang gestielten, gelappten bis oval-eierförmigen, unterseits filzig behaarten Blättern und ca. 3 cm breiten, bläulichen bis violetten Blüten. Aus dem oberständigen Fruchtknoten entsteht eine bis 30 cm lange und 10 cm dicke, mehr oder minder kugelige, eiförmige oder längliche, bis 1 kg schwere Beere von elfenbein-weißer oder dunkel-purpurner bis schwarzer Farbe. Das Innere der Frucht weist keine Fächerung auf, sondern ist mit einem weißlich-grünlichen, schwammartigen, relativ saftarm erscheinenden Gewebe ausgefüllt, in das die flachen, 2 bis 4 mm breiten, bräunlichen Samen eingebettet sind. Die Früchte der Aubergine sind ein weltweit geschätztes, schmackhaftes Gemüse, das vor allem gekocht, gefüllt und gebraten verzehrt wird. Die aus dem tropischen Hinterindien, aus China, Ägypten und Arabien stammende Pflanze kam wahrscheinlich durch Araber im 13. Jahrhundert nach Europa. Heute wird die Wärme liebende Aubergine in einer Vielzahl von Sorten im Freiland, besonders in Asien und dem Mittelmeerraum kultiviert, quasi in allen tropischen, subtropischen und auch gemäßigteren Klimazonen angebaut. In Europa haben es die Holländer zu einer Vormachtstellung in der Auberginen-Produktion unter Glas oder Folie gebracht. Vor nicht allzu langer Zeit war die Aubergine bei uns noch eine relativ seltene Frucht im Gemüseladen - heute ist die attraktive Eierfrucht allgemein bekannt und erfreut sich, nicht zuletzt aufgrund der steigenden Beliebtheit der mediterranen Küche, zunehmenden Interesses bei Gemüseliebhabern und Feinschmeckern. Die Stammform der Aubergine und die früheren Sorten trugen nur weiße oder gelbe Früchte von der Größe eines Hühnereies - daher die Bezeichnung Eierfrucht. Die heutigen reich tragenden Sorten bringen Früchte mit unterschiedlicher Größe, Farbe und Gestalt - rund, oval, länglich, keulenartig, gurken- bis schlangenförmig, ei- oder tropfenförmig, glatt, glänzend dunkelpurpur bis blauviolett oder fast schwarz - hervor. Es gibt aber auch Neuzüchtungen mit weißlichen bis cremefarbenen Früchten unterschiedlicher Gestalt. Am Stiel befindet sich bei allen Sorten der fünfzipfelige Blütenkelch, der bei der Ernte zum Schutz (und auch für das Auge!) belassen wird. Die Frucht schmeckt neutral, mit einem leichten, pikanten Beigeschmack. Interessante Rezepte Zum Weiterlesen Quelle: The Greenery. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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